Der langfristige Trend zeigt in Richtung höherer Schäden: Einerseits steigen mit weiterem Wirtschaftswachstum die materiellen Werte und damit das Schadenspotenzial. Andererseits dürfte der fortschreitende Klimawandel den Schadensdruck erhöhen, beispielsweise durch eine verlängerte Hurrikansaison in der Karibik. Für Deutschland werden beispielsweise vermehrt Starkregenfälle, die Keller fluten oder Verkehrswege unbenutzbar machen, erwartet. Land- und Forstwirtschaft sind gegenüber starken Stürmen und Hagel sehr verletzlich.

Teilweise kann man Vorkehrungen treffen, angefangen mit Anlagen, die man vor einer drohenden Gefahr schützt, über alternative Verkehrswege bis zu erdbebensicherem Bauen. Hierdurch lassen sich Schäden wirkungsvoll verringern und ebenso Versicherungsprämien senken. Dass diese Effekte wirken, zeigt sich unter anderem daran, in welchen Ländern Naturkatastrophen die größten ökonomischen Schäden anrichten: Am meisten sind die Länder mit einem mittleren Einkommen betroffen. Im Gegensatz zu den ärmsten Ländern gibt es hier kapitalintensive Anlagen, die in Mitleidenschaft gezogen werden können, doch sind die Präventionsmaßnahmen nicht soweit ausgebaut wie in reicheren Ländern. Informationen über Gefährdungen und aktuelle Warnmeldungen sollten verstärkt werden, da sie bereits sehr hilfreiche Instrumente der Schadensverhütung sind. Darüber hinaus spielt die geografische Lage eine Rolle: In Monsungebieten liegen beispielsweise die Schwellenländer Ostasiens, die besonders hohe Schadenssummen zu verzeichnen haben.

„Rette sich, wer kann“ ist eine Devise, nach der Menschen sehr oft handeln. Die Elendsviertel in den großen Städten der Entwicklungsländer liegen beispielsweise häufig in den durch Überschwemmungen besonders gefährdeten Stadtgebieten. Hierzulande gilt dagegen eine schöne Flusslage nach wie vor als besonders attraktiv und ist entsprechend teuer zu erwerben – im besten Fall inklusive Hochwasserschutz. Bei funktionierenden Marktmechanismen spiegeln Haus- und Grundstückspreise die Gefährdungslage wider. Darüber hinaus muss klar sein, dass derjenige, der selbst Vorsorge treffen kann, im Schadensfall keine Hilfe von der Allgemeinheit erwarten darf.

http://www.gfdrr.org/gfdrr/sites/gfdrr.org/files/nhud/files/NHUD-Report_Full.pdf

Duma-Wahl
IW-Nachricht, 16. September 2016

Duma-Wahl Die russische Wirtschaft wiederbeleben Arrow

Am Sonntag finden in Russland die Parlamentswahlen statt. Wie auch immer sich die russische Duma danach zusammensetzt, sind die Herausforderungen für die Volksvertreter enorm: Vor allem müssen sie der russischen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen – keine leichte Aufgabe, denn die Probleme sind gravierend und tiefgreifende Strukturreformen sind notwendig. mehr

1. September 2016

Bruttoinlandsprodukt Nicht jede Hauptstadt lohnt sichArrow

Normalerweise ist die Hauptstadt auch das wirtschaftliche Zentrum eines Landes und steuert überproportional viel zu dessen Wirtschaftsleistung bei – das gilt jedoch nicht für alle Metropolen. mehr auf iwd.de

24. August 2016

Interview zu regionaler Armut „Bremerhaven wird mehrfach blockiert“Arrow

Bremerhaven ist die Stadt mit dem höchsten Anteil an Kaufkraftarmen: Fast ein Drittel der 114.000 Einwohner lebt am Rand des Existenzminimums, wenn man das Preisniveau vor Ort berücksichtigt. Warum die Stadt trotz des großen Containerhafens wirtschaftlich nicht auf die Beine kommt, erläutert Bürgermeister und Stadtkämmerer Paul Bödeker. mehr