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In den USA werden die Gewerkschaften von vielen Unternehmern bekämpft. Die Tarifpartnerschaft ist instabil und es gibt kaum Flächentarifverträge (Gewerkschaftsspiegel 2/2012). Auch in Deutschland haben Tarifbindung und gewerkschaftlicher Rückhalt abgenommen. Das duale System der Interessenvertretung aus betrieblicher Mitbestimmung und kollektiv-überbetrieblicher Lohnfindung erfährt aber nach wie vor eine breite öffentliche Zustimmung. Im letzten Frühjahr ließ sogar die Bundeskanzlerin im Rahmen des siebten „Zukunftsgesprächs“ zwischen den Sozialpartnern durchblicken, dass die Bundesregierung darüber nachdenke, wie sie die Tarifbindung hierzulande stabilisieren und verbreitern könne.

Der Konflikt bei Amazon dürfte das Nachdenken beschleunigen. Denn er zeigt ein grundsätzliches Dilemma auf. Während immer mehr Unternehmen eine Tarifbindung ablehnen, wollen die Gewerkschaften "weiße Flecken" in der Tariflandschaft beseitigen. Damit sind langwierige Konflikte vorprogrammiert. Bei Amazon reichen die Arbeitskampfhandlungen bis zum April 2013 zurück (Übersicht). Eva Völpel, Pressesprecherin von ver.di, stuft den Streit als einen Grundsatzkonflikt ein, dessen Bedeutung weit über Amazon hinausgehe und der deshalb fortgesetzt werden müsse. Pascal Beucker, Inlandsredakteur bei der taz, hält dies für aussichtslos, da ver.di keinen ausreichenden wirtschaftlichen Druck ausüben könne.

Der Arbeitskampf wird solange weitergehen, wie das derzeitige Patt anhält. Ironischerweise gehören solche Fälle zu einer funktionsfähigen Tarifautonomie dazu. Amazon kann sich auf die negative Koalitionsfreiheit berufen, ver.di auf die positive. Aber was folgt, wenn andere Akteure diesem Beispiel folgen? Ruft ein wachsendes kollektives Regelungsvakuum nicht letztlich den Gesetzgeber auf den Plan? Tarifunwillige werden dann einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag anwenden müssen, der die Handschrift anderer trägt.

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Presseveranstaltung, 23. Januar 2017

Pressegespräch Mit Trump, trotz Brexit: Wie die EU zu retten istArrow

Das IW hat analysiert, was die EU tun kann, um die Herausforderungen zu meistern und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Unter anderem kommt dabei der EZB eine zentrale Rolle zu. Die Ergebnisse und die Entwicklungen erläutert IW-Direktor Michael Hüther in einem Pressegespräch. mehr

Trump’s success and its impact for the next elections in Europe
IW-Kurzbericht, 20. Januar 2017

Dominik Enste Trump’s success and its impact for the next elections in EuropeArrow

Donald Trump is now the 45th president of the USA. Behavioral economics can explain why he was successful even though his positions are somewhat controversial. Furthermore, his success raises critical implications for Europe’s next elections. Some of the main reasons for the success of populist politicians are explained. mehr

Deutsche Autobauer in den USA
IW-Nachricht, 16. Januar 2017

Deutsche Autobauer in den USA Importsteuer schadet US-Interessen Arrow

Donald Trump greift die deutschen Autobauer an und droht mit Strafsteuern für Autoimporte. Dabei übersieht er, dass die deutschen Hersteller längst ein wichtiger Player an US-Standorten sind: Sie bauen dort nicht nur für den US-Markt, sondern gehören inzwischen zu den wichtigsten Fahrzeugexporteuren der USA. mehr