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Lesen, schreiben, rechnen, logisch denken und eigenverantwortlich handeln – das sollten Schüler in der Schule lernen, um im späteren Arbeits- und Alltagsleben zu bestehen. Doch in Deutschland ist es nicht gut bestellt um die Grundbildung, attestieren die IW-Wissenschaftler Helmut E. Klein und Sigrid Schöpper-Grabe in ihrer Analyse. Und das, obwohl die Schulgesetze die Vermittlung der Berufsreife den Schulen als Bildungsauftrag mit auf den Weg geben. Es fehlen verbindliche, fächerübergreifende und schulformunabhängige Mindeststandards. Dabei wäre es gar nicht so schwer, diese festzulegen. So haben die Autoren Lehrpläne analysiert und mit den Antworten aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung abgeglichen. Es zeigt sich, dass zwar viele Grundanforderungen, die Betriebe an ihre Ausbildungsplatzbewerber stellen, bereits implizit in den Lehrplänen enthalten sind – doch weder sind diese als unabdingbare Voraussetzung einer ausreichenden Grundbildung herausgearbeitet, noch sind Schulen verpflichtet, dafür zu sorgen, dass keine Schülerinnen und Schule ohne Ausbildungsreife die Schule verlassen.

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6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

26. August 2016

Regionale Armut Arme Eltern, schlechte SchülerArrow

Finanzielle Armut und Bildungsarmut gehen oftmals Hand in Hand. So zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass in den meisten Regionen, in denen vergleichsweise viele Kinder und Jugendliche in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, auch mehr Schüler die Schule abbrechen als anderswo. mehr auf iwd.de