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Dem Mieterschutz wird in Deutschland eine besondere soziale Bedeutung zugemessen: Es ist leicht, Verständnis für Mieter aufzubringen. Doch ist die Konsequenz berechtigt, unter Hinweis auf den Sozialstaat die Privatisierung öffentlichen Wohnungseigentums zu verhindern? Muss man nicht vielmehr hinterfragen, ob die öffentlichen Wohnungsunternehmen tatsächlich ein effizientes Instrument bei der Erfüllung dieser staatlichen Aufgabe sind? Schließlich ist jeder Eingriff in einen Markt, hier in Form eines öffentlichen Angebots, mit Kosten verbunden, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Nur wenn der Nutzen aus dem Eingriff diese Kosten kompensiert, lässt sich die staatliche Handlung rechtfertigen. Der Autor stellt dar, dass sich die sozialpolitischen und kommunalpolitischen Ziele sehr viel besser über alternative Instrumente verwirklichen lassen. Auch die Bedenken gegen die neuen privaten Eigentümer können nach dieser Position nicht überzeugen. Er gibt entsprechende handlungsleitende Hinweise für ein sowohl soziales wie auch marktgerechtes Verhalten der öffentlichen Hand.

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