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Die Freien Berufe erbringen wichtige Dienstleistungen für Verbraucher und Unternehmen. Der aktuelle Regulierungsrahmen in diesem Wirtschaftssektor hemmt jedoch den Wettbewerb und steht Effizienzanforderungen und damit Interessen der Nachfrager entgegen. Auch ein internationaler Vergleich offenbart die intensive Regulierung in Deutschland, die höher ist als in den meisten OECD-Ländern. Die Existenz asymmetrischer Informationsverteilung, die viele Freie Berufe kennzeichnet, macht zwar gewisse Regulierungen notwendig. Diese können aber mit geringerer Eingriffsintensität in den Marktmechanismus wirkungsvoll ausgestaltet werden und so den nötigen Verbraucherschutz sichern. Jüngste Reformen gehen zwar in die richtige Richtung, bleiben aber hinter dem Potenzial zurück. So sollten die derzeit noch geltenden Preisvorschriften aufgehoben und der Marktzugang für qualifizierte Anbieter erleichtert werden.