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Zur Bewältigung des Strukturwandels hin zu einer forschungs- und wissensintensiven Produktion benötigen Unternehmen hochqualifizierte Beschäftigte. Der in diesem Segment bereits akute Fachkräfteengpass hat in Deutschland bereits im Jahr 2006 zu Wertschöpfungsverlusten in zweistelliger Milliardenhöhe geführt – ein Trend, der sich seither fortsetzt. Insbesondere sind Engpässe in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gegeben. Die Folgen sind klar: Negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum bleiben nicht aus. Um dem bestehenden und zukünftigen Fachkräftemangel entgegenzutreten und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahrzehnten zu ermöglichen sind daher wichtige Weichenstellungen vorzunehmen: Neben eine konzentrierte Familienpolitik und eine gezielte Integrations- und Migrationspolitik tritt hier die Bildungspolitik. In diesem Zusammenhang sind nicht nur zusätzliche Investitionen vorzunehmen, sondern aus bestehende Finanzierungsformen und Regulierungen zu optimieren: Welche Maßnahmen bieten sich zur Verbesserung der Fachkräftesituation kurz-, mittel- und langfristig an? Welche Kosten sind mit diesen Maßnahmen verbunden, welche Nutzeneffekte in Form steigender Kompetenzen und formaler Abschlüsse sind zu erwarten? Die Studie stellt dar, welche Wachstums- und Fiskaleffekte im Ergebnis durch sinnvolle Reformmaßnahmen möglich sind und welche Renditen solche Maßnahmen für den Staat bewirken.

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Migrationseffekte – Integration schafft Wachstum
IW-Pressemitteilung, 16. Januar 2017

Migrationseffekte Integration schafft WachstumArrow

Die Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach erhöht die jüngste Zuwanderung das Bruttoinlandsprodukt bis 2020 um insgesamt rund 90 Milliarden Euro. Der Effekt auf das Pro-Kopf-Einkommen ist vorerst negativ. mehr

IW-Trends, 16. Januar 2017

Tobias Hentze / Galina Kolev Gesamtwirtschaftliche Effekte der Flüchtlingsmigration in DeutschlandArrow

Auf der einen Seite sind die Effekte der Flüchtlingsmigration auf das Pro-Kopf-Einkommen und die fiskalische Bilanz leicht negativ. Auf der anderen Seite steigern die höheren Staatsausgaben verbunden mit einer zunehmenden Anzahl erwerbstätiger Flüchtlinge das Wirtschaftswachstum. mehr

Bevölkerungsentwicklung
IW-Pressemitteilung, 5. Januar 2017

Bevölkerungsentwicklung In den Großstädten wird es engArrow

Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen. mehr