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Klagen über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten sind in Deutschland keine Seltenheit: Zu groß seien die Einkommensunterschiede, zu viele Menschen lebten an der Armutsgrenze, heißt es. Doch wer Gerechtigkeit will, der darf nicht allein auf das Ergebnis, sprich die Einkommensverteilung schauen, sondern muss sich mit deren Ursachen beschäftigen. Bildung ist der Schlüssel zu Einkommen und Status – deswegen ist es so wichtig, dass die Bedingungen hier für alle gleich sind. Ob das so ist und woran es hierzulande hapert, haben die IW-Bildungsforscher Christian Anger, Christiane Konegen-Grenier, Sebastian Lotz und Axel Plünnecke eingehend untersucht. Nachdem die zentralen Begriffe definiert sind, widmen sich die Autoren dem Zusammenhang zwischen Bildung und Aufstiegschancen sowie Einkommensverteilung und klären, ob das Bildungssystem so offen ist, wie es sein sollte. Die Botschaft an die Bildungspolitik ist unmissverständlich: Sie muss dafür sorgen, dass vor allem Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern und Migrantenfamilien einen besseren Zugang ins deutsche Bildungssystem haben.

Ansprechpartner

"Abiturienten haben andere Qualifikationen als früher"
Interview, 17. Juni 2014

Christina Anger im Deutschlandfunk "Abiturienten haben andere Qualifikationen als früher"Arrow

Die Quote der Einser-Abis ist laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln in den vergangenen sechs Jahren um 40 Prozent gestiegen. Man könne aber nicht sagen, dass die Schüler deshalb gebildeter seien, sagt IW-Ökonomin Christina Anger im Interview mit dem Deutschlandfunk. mehr

Studium
iwd, Nr. 27 vom 3. Juli 2014

Studium Hausaufgaben für die Hochschulen Arrow

Inzwischen schreibt sich in Deutschland jeder zweite junge Mensch an einer Hochschule ein. Da Studienanfänger heute häufig andere Qualifikationen mitbringen als früher, brauchen sie mehr Unterstützung. mehr

Exzellenzinitiative
IW-Nachricht, 22. April 2016

Exzellenzinitiative Dynamik in GefahrArrow

Bund und Länder haben sich heute auf das Nachfolgeprogramm zur sogenannten Exzellenzinitiative geeinigt. Beibehalten wird die Förderung von Exzellenzclustern, in denen sich Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammenfinden können. Seit 2005 bekamen die Hochschulen außerdem in jeder Antragsrunde aufs Neue das Label ‚Exzellenzuniversität‘ verliehen. Künftig will die Politik sie dauerhaft fördern. Doch das ist wenig sinnvoll, denn die Reformdynamik könnte dadurch erlahmen. mehr