MINT-Arbeitskräfte sind für Innovationen und technologischen Fortschritt und damit für Wachstum und Wohlstand der deutschen Volkswirtschaft unabdingbar. Umso wichtiger ist es, zu beobachten, wie sich Angebot und Nachfrage nach diesen Arbeitskräften entwickeln. Wichtigste Voraussetzung für eine solche Prüfung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften ist eine präzise Definition des MINT-Segments, welche in diesem Methodenbericht gemäß der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) erstmals vorgenommen wird. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Berichterstattung zu Arbeitslosen und gemeldeten offenen Stellen im Laufe des Jahres 2012 auf diese Klassifikation der Berufe umgestellt, so dass ältere Definitionen des MINT-Segments fortan nicht mehr Anwendung finden können. Hintergrund ist die komplette Neuzuordnung von Einzelberufen in die Struktur der KldB 2010, so dass eine Vergleichbarkeit mit der zuvor verwendeten Klassifikation der Berufe 1988 (KldB 1988) ausgeschlossen wird. Die Besonderheit der Struktur der KldB 2010 ist es, dass sie eine Zuordnung von Berufen zu verschiedenen Anforderungsniveaus vornimmt. Neben den hochqualifizierten MINT-Arbeitskräften wie Akademikern sowie Meistern und Technikern tragen auch Personen mit einer abgeschlossenen MINT-Ausbildung erheblich zur innovativen Tätigkeit deutscher Unternehmen bei. Aus diesem Grund wird nachfolgend das gesamte Segment der MINT-Arbeitskräfte, inklusive dieser so genannten mittelqualifizierten Fachkräfte, charakterisiert.

Methodenbericht

Vera Demary / Oliver Koppel: Die Abgrenzung des mittel- und hochqualifizierten MINT-Segments – Klassifikation der Berufe 2010

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IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de