Dieser Beitrag analysiert die verschiedenen Reformbemühungen im Verkehr und zeigt, dass Wettbewerb und unternehmerisches Denken auch im Verkehrssektor die Grundlage für ein effizientes und zukunftstaugliches System bilden. Dieses Ergebnis wird in einer differenzierten Sektoranalyse hergeleitet. Dabei werden zwei Fragen auf verschiedene Epochen, Länder und Sektoren angewandt:

  • Wie sind Arbeitsteilung und Rollen zwischen Markt, Unternehmen und Staat ausgestaltet?
  • Wie ist diese Ausgestaltung vor dem Hintergrund der empirischen Erfahrungen zu bewerten?

Die letztgenannte Frage wird dabei insbesondere auf die Entwicklung des deutschen Eisenbahnsektors seit der Bahnstrukturreform von 1994 angewandt.

Dabei ist zu betonen, dass die Betrachtung dem gesamten Schienenverkehrssektor und nicht einem Unternehmen zu gelten hat. Es geht nicht um unternehmerische Kennzahlen oder Probleme in einzelnen Unternehmen, sondern um die volkswirtschaftliche Frage, wie man den Schienenverkehr organisieren sollte, damit er die an ihn gestellten Anforderungen von Bevölkerung und Wirtschaft möglichst effizient erfüllen kann. Um die Erfolge und Potenziale der Liberalisierung des Verkehrs- und insbesondere des Schienenverkehrssektors aufzuzeigen, soll ein intermodaler, intertemporaler und ein internationaler Vergleich durchgeführt werden. Diese Vergleiche untermauern die positiven Effekte, welche die Deregulierung der völlig verkrusteten Märkte in diesem Bereich erzielt haben. Damit soll einer Rückbesinnung auf die Staatsmonopole entgegengetreten und für ein weiteres Setzen auf unternehmerische Führung und Liberalisierung geworben werden. Als erster Schritt sollen aber die verschiedenen Konzepte thematisiert werden, die im Schienenverkehr zur Anwendung kommen.

Gutachten für die Deutsche Bahn AG

Thomas Puls: Markt und Staat im Schienenverkehr

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21. Oktober 2016

Gastbeitrag Was China mit der Neuen Seidenstraße wirklich willArrow

China verfolgt mit dem Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“ nicht nur wirtschaftliche Interessen, glaubt Martin Uebele von der University of Groningen. Der Dozent für „Economic and Social History“ geht davon aus, dass Peking auch auf der politischen Bühne eine wichtigere Rolle spielen will. Kein Wunder, schließlich sieht sich China nach seinem historischen Selbstverständnis als Weltmacht. mehr auf iwd.de

19. Oktober 2016

Infrastruktur Personalmangel in den BauämternArrow

Kaputte Straßen, marode Brücken, vergammelte Gebäude – dass die deutschen Kommunen einen riesigen Nachholbedarf an Infrastrukturinvestitionen haben, ist offensichtlich. Dahinter stecken nicht nur finanzielle Probleme, sondern vielmehr auch personelle: Den Bauämtern gehen die Ingenieure aus. mehr auf iwd.de

Stillstand beim öffentlichen Kapitalstock
IW-Kurzbericht, 18. Oktober 2016

Michael Grömling / Thomas Puls Stillstand beim öffentlichen KapitalstockArrow

Die nominalen Investitionen des Staates in den letzten zehn Jahren haben nicht zu einer realen Verbesserung des staatlichen Kapitalstocks geführt. Vielmehr spiegelt der beachtliche nominale Anstieg beim Nettoanlagevermögen lediglich Preiseffekte wider. Diese können mit Kostenanstiegen, Kapazitätsproblemen und mit mangelhaften Verwaltungsstrukturen erklärt werden. mehr