Dieser Beitrag analysiert die verschiedenen Reformbemühungen im Verkehr und zeigt, dass Wettbewerb und unternehmerisches Denken auch im Verkehrssektor die Grundlage für ein effizientes und zukunftstaugliches System bilden. Dieses Ergebnis wird in einer differenzierten Sektoranalyse hergeleitet. Dabei werden zwei Fragen auf verschiedene Epochen, Länder und Sektoren angewandt:

  • Wie sind Arbeitsteilung und Rollen zwischen Markt, Unternehmen und Staat ausgestaltet?
  • Wie ist diese Ausgestaltung vor dem Hintergrund der empirischen Erfahrungen zu bewerten?

Die letztgenannte Frage wird dabei insbesondere auf die Entwicklung des deutschen Eisenbahnsektors seit der Bahnstrukturreform von 1994 angewandt.

Dabei ist zu betonen, dass die Betrachtung dem gesamten Schienenverkehrssektor und nicht einem Unternehmen zu gelten hat. Es geht nicht um unternehmerische Kennzahlen oder Probleme in einzelnen Unternehmen, sondern um die volkswirtschaftliche Frage, wie man den Schienenverkehr organisieren sollte, damit er die an ihn gestellten Anforderungen von Bevölkerung und Wirtschaft möglichst effizient erfüllen kann. Um die Erfolge und Potenziale der Liberalisierung des Verkehrs- und insbesondere des Schienenverkehrssektors aufzuzeigen, soll ein intermodaler, intertemporaler und ein internationaler Vergleich durchgeführt werden. Diese Vergleiche untermauern die positiven Effekte, welche die Deregulierung der völlig verkrusteten Märkte in diesem Bereich erzielt haben. Damit soll einer Rückbesinnung auf die Staatsmonopole entgegengetreten und für ein weiteres Setzen auf unternehmerische Führung und Liberalisierung geworben werden. Als erster Schritt sollen aber die verschiedenen Konzepte thematisiert werden, die im Schienenverkehr zur Anwendung kommen.

Gutachten für die Deutsche Bahn AG

Thomas Puls: Markt und Staat im Schienenverkehr

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Wer Weg in die Gigabit-Gesellschaft
Gutachten, 13. Februar 2017

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Startpunkt der in dieser Studie unternommenen Reise zur Gigabit-Gesellschaft ist eine Standortbestimmung. Sie beginnt mit Fragen: Wo stehen wir gegenwärtig in der Digitalisierung, was ist der Status quo? Hinzu gesellen sich schnell weitere Fragen: Was ist überhaupt Digitalisierung? Wie groß ist das hierbei zu verarbeitende Datenvolumen und woher kommt dieser Datenhunger überhaupt? Was muss getan werden, um ihn zu stillen? mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

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Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung
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In vielen Regionen Deutschlands dominieren einzelne Krankenkassen den Markt. Das sollte aber nicht zulasten der Versicherten gehen. Eine wichtige Rolle spielt deshalb der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Denn Preisunterschiede zwischen den einzelnen Kassen signalisieren, wann sich ein Wechsel lohnt. mehr