Grundsätzlich dienen Bewerbungsverfahren Arbeitgeberin/Arbeitgeber und Bewerberin/Bewerber gleichermaßen dem Abbau von sogenannten Informationsasymmetrien. Informationsasymmetrien (das heißt ungleiche Informationen über gewünschte Eigenschaften und Merkmale) sind gerade im Zusammenhang mit dem Entstehen, der Aufrechterhaltung und dem Auflösen von Beschäftigungsverhältnissen in hohem Maße relevant. Ein Arbeitsvertrag verpflichtet die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer zur Leistung der versprochenen Arbeit und die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber zur Leistung des versprochenen Entgelts. Allerdings ist die Leistung der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers notgedrungen unspezifisch, so dass sich die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber ein Weisungsrecht vorbehält. Vor diesem Hintergrund erlaubt das Bewerbungsverfahren erstens jeder Seite, der jeweils anderen Partei durch Preisgabe von Informationen zu signalisieren, dass die gewünschten Merkmale vorliegen (sogenanntes „signalling“). Zweitens kann jede Seite von der anderen Partei Informationen aktiv einholen/einfordern, ob die andere Partei die gewünschten Eigenschaften aufweist (sogenanntes „screening“).

Stellungnahme

Oliver Stettes: Anonymisierte Bewerbungen und Antidiskriminierungskurse – Fachgespräch mit den Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen im Integrationsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen

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Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

8. Februar 2017

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Von wegen Fitness-App – 25 Millionen Bundesbürger treiben Sport im Verein. Besonders im Südwesten der Republik weiß man die Vorteile des organisierten Miteinanders zu schätzen. mehr auf iwd.de

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Tobias Hentze Fehlanreize bei der Grunderwerbsteuer im LänderfinanzausgleichArrow

Aus ökonomischer Sicht haben es Bund und Länder verpasst, im Rahmen der Neuregelung der Bund-Länder-Finanzen die Fehlanreize bei der Grunderwerbsteuer zu beheben. Denn in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Landesregierungen den Steuersatz erhöht, da sie die Mehreinnahmen nicht mit den anderen Ländern teilen müssen – anders als bei anderen Steuerarten. mehr