In Mecklenburg-Vorpommern sind 27.000 Ingenieure erwerbstätig – und damit deutlich mehr als die knapp 9.000 Personen, die laut Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit im Erwerbsberuf Ingenieur tätig sind. Der Ingenieuranteil an allen Erwerbstätigen beträgt 3,4%, womit das Bundesland eine geringere Beschäftigungsquote als der Bundesschnitt (4,2%) aufweist. Gemessen an seinen erwerbstätigen Ingenieuren hat Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2012 Ingenieurabschlüsse im Umfang von 4,4% hervorgebracht, womit das Bundesland eine geringere Ausbildungsquote als der Bundesschnitt (4,7%) aufweist. In Mecklenburg-Vorpommern sind Ingenieure zu einem deutlich höheren Anteil im Dienstleistungssektor beschäftigt. Dies reflektiert die besondere Bedeutung der beratenden Ingenieure. Das relative Beschäftigungszentrum für Ingenieure in Mecklenburg-Vorpommern bildet die Raumordnungsregion Mittleres Mecklenburg/Rostock, das relative Ausbildungszentrum liegt dagegen in der Raumordnungsregion Westmecklenburg.

Stellungnahme im Rahmen des Parlamentarischen Abends Mecklenburg-Vorpommern

Oliver Koppel: Ingenieurbeschäftigung und -ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern

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1. Dezember 2016

MINT-Arbeitsmarkt Auf Zuwanderer angewiesenArrow

In Deutschland ist Personal in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seit Jahren knapp. Ohne die ausländischen Beschäftigten wäre die Fachkräftelücke sogar noch größer. Zur Verbesserung der Lage braucht es eine gezielte Zuwanderungspolitik. mehr auf iwd.de

Die MINT-Lücke wäre noch deutlich größer, wenn wir nicht die starke Zuwanderung in den letzten Jahren gehabt hätten.
Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr