Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen des Finanzsektors offengelegt und daher neue Regulierungsinitiativen eingeleitet. Insbesondere Basel III zielt darauf ab, die Robustheit der Banken zu stärken und damit die Gefahr künftiger Krisen zu reduzieren. Dies soll insbesondere durch eine Ausweitung der risikogewichteten Eigenkapitalanforderungen, eine ungewichtete Eigenkapitalquote sowie durch neue zu erfüllende Liquiditätskennziffern erreicht werden. Wenig zweifelhaft ist, dass die neuen Regeln eine höhere Stabilität des Finanzsystems gewährleisten können. Offen ist jedoch noch, wie sich die neuen Regeln auf die Kreditvergabe und damit auf die Fremdkapitalversorgung der Realwirtschaft auswirken.

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie die neuen Finanzmarktregulierungen die Finanzierung der Bauwirtschaft sowie die öffentlichen Bauherren beeinflussen. Die Finanzierung der Bauwirtschaft ist entscheidend für die Umsetzung von Bauinvestitionen, und öffentliche Bauherren repräsentieren rund 15 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Baunachfrage. Um die Auswirkungen der Finanzmarktregulierungen eruieren zu können, wurde zunächst ausführlich der Status quo analysiert. Insbesondere um die Finanzierungssituation der sehr kleinteiligen Bauwirtschaft darstellen zu können, wurde auf eine Vielzahl an Datenquellen zurückgegriffen. So sind in die Analyse zum Beispiel Daten der USTAN-Datenbank der Deutschen Bundesbank eingeflossen, in der Bilanzdaten einer Vielzahl von Unternehmen gesammelt werden. Darüber hinaus wurde eine eigene Befragung durchgeführt, um auch die Finanzierungssituation kleiner Bauunternehmen abbilden zu können.

Gutachten für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Michael Voigtländer / Ralph Henger / Michael Schier / Heide Haas / Daniel Bendel: Konsequenzen veränderter Finanzierungsbedingungen für die Bauwirtschaft

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Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

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Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

IW-Kurzbericht, 5. Dezember 2016

Klaus-Heiner Röhl Regionale Wirtschaftsstrukturen und ArmutsgefährdungArrow

Armutsgefährdung hängt stark von regionalen Wirtschaftsstrukturen und Lebensverhältnissen ab, wie die Analyse der einkommensbezogenen Armutsquote und des Abschneidens im Regionalranking der IW Consult für die 402 deutschen Kreise zeigt. Eine Anti-Armutspolitik setzt deshalb am besten auf eine Kombination personenbezogener und regionalpolitischer Maßnahmen. mehr

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr