Eine solide konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, die hohe Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa, steigende Preise und die derzeit besonders günstigen Zinsen für Immobilienkredite tragen zu einer hohen Nachfrage nach Gewerbeimmobilien bei. Die sieben großen A-Städte in Deutschland sind dabei für Investoren die erste Anlaufstelle, wenn es um Büro- und Einzelhandelsimmobilien geht. Durch die häufig einseitige Fokussierung der Investitionen auf die deutschen Top-7-Städte, die nicht zuletzt auch auf Erfahrungen aus Ländern wie Frankreich oder Großbritannien beruht, werden die Potenziale alternativer deutscher Standorte für Büro- und Einzelhandelsimmobilien jedoch vernachlässigt. Die demografische und ökonomische Disposition Deutschlands ergibt ein Bild, das sich von dem anderer europäischer Länder unterscheidet. Die wesentliche wirtschaftliche Aktivität findet nicht nur in Berlin, München oder Hamburg statt, sondern auch an Standorten wie Hannover, Bonn oder Münster. Diese sogenannten B-Städte tragen in einem beachtenswerten Ausmaß zu der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands bei, auch im Bereich der Büro- und Einzelhandelsimmobilien.

B-Städte verfügen über beachtliche Potenziale, die viele Investoren bislang häufig ungenutzt lassen, was sich vor allem an der geringeren Anzahl der Transaktionen und der Projektentwicklungen zeigt. Die Finanzkrise bewältigten sie im Durchschnitt wesentlich robuster als die A-Städte. Dies lässt sich sowohl an der dynamischeren Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts als auch an den Erfolgen der B-Städte auf den Arbeitsmärkten erkennen. Die regen Zuwächse in der Bürobeschäftigung lassen dort bisher ungenutzte Potenziale erahnen. Bei niedrigen Leerstandsquoten und gleichzeitig dynamischen und auch starken Entwicklungen der Durchschnitts- und Spitzenmieten sowie der Nettorenditen stellen B-Städte attraktive Alternativen für Investoren dar. Bei zukünftigen Investitionsentscheidungen sollte das Interesse daher zunehmend auch diesen Städten gelten.

Gutachten für den Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA

Michael Voigtländer / Michael Schier: Die Potenziale alternativer Immobilieninvestment-Standorte in Deutschland – Büro- und Einzelhandelsimmobilien in B-Standorten

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Bürobeschäftigte
IW-Pressemitteilung, 10. August 2016

Bürobeschäftigte Im Süden wird der Raum knappArrow

In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen im Büro. Insbesondere in Großstädten wächst die Zahl der Bürobeschäftigten kontinuierlich, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie zeigt. Das hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. mehr

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IW-Report, 4. August 2016

Daniel Bendel / Michael Voigtländer Entwicklung der Bürobeschäftigung in deutschen StädtenArrow

In deutschen Städten haben immer mehr Menschen einen Bürojob, wie die IW-Immobilienökonomen Michael Voigtländer und Daniel Bendel auf Basis einer eigenen Methodik ermittelt haben. Durch die höhere Bürobeschäftigung steigt auch die Nachfrage nach Büroimmobilien. mehr

Gutachten
Gutachten, 11. Mai 2016

Ralph Henger / Philipp Deschermeier / Marcel Hude / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Energieeffizienz bei BüroimmobilienArrow

Gutachten für die Deutsche Energie-Agentur über den Gebäudebestand und seine energetische Situation mehr