• Der demografische Wandel und insbesondere das Altern der Gesellschaft sind beachtliche Herausforderungen für die Bundesrepublik Deutschland, doch nichts, was die Gesellschaft grundsätzlich bedrohen muss.
  • Demografische Veränderungen betreffen sowohl die Gesellschaft als Ganzes als auch den einzelnen älter werdenden Menschen.
  • Demografiepolitik analysiert unter Aspekten seiner politischen Gestaltbarkeit das gesamte Spektrum des demografischen Wandels. Demografiepolitik ist daher mehr als Familien-, Altenpolitik oder Migrationspolitik.
  • Demografiepolitik muss von der Lebenslaufperspektive des einzelnen Menschen ausgehen.
  • Demografiepolitik ist stets eingebettet in eine Generationenperspektive, d.h. muss um einen fairen Ausgleich zwischen den verschiedenen Generationen bemüht sein und auf Generationengerechtigkeit zielen.
  • Die Komplexität einer Demografiepolitik rechtfertigt es, Demografie als eigenständiges Politikfeld zu etablieren, und zwar sowohl thematisch als auch institutionell.
  • Demografiepolitik als Zuweisung von Verantwortlichkeiten und Gestaltung von Prozessen muss sich auch institutionell prominent und strategisch verorten.
  • Die Erfolgsaussichten einer Demografiepolitik hängen nicht zuletzt davon ab, ob und inwieweit in der breiten Bevölkerung ein Bewusstsein für die neuen Herausforderungen und eine zuversichtliche Perspektive für deren Bewältigung vorhanden sind.

Thesenpapier

Michael Hüther / Gerhard Naegele: Demografievorsorge als Querschnittspolitik
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IW-Nachricht, 1. Februar 2017

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IW-Pressemitteilung, 5. Januar 2017

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Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen. mehr

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