Der deutschen Volkswirtschaft droht ein erheblicher Anstieg der Lasten, die aus der gesetzlichen Altersversorgung erwachsen. Auch ohne zusätzliche Leistungsversprechen werden dadurch künftig die wirtschafts- und sozialpolitischen Handlungsspielräume eingeschränkt. Die Finanzierungslasten schultern vor allem die kommenden Generationen von Beitragszahlern. Diese ohnehin bedrohlichen Aussichten werden durch zusätzliche Leistungsversprechen wie der abschlagfreien „Rente mit 63“ für besonders langjährig Versicherte noch verschärft. Stattdessen wäre eine Politik des „Kurshaltens“ notwendig und hilfreich.

Kurzgutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Jochen Pimpertz: „Deutschland in guter Gesellschaft“ – Zur Entwicklung der Regelaltersgrenze und des Rentenzugangsalters im internationalen Vergleich

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Interview, 25. November 2016

Jochen Pimpertz im Deutschlandfunk "Gut, dass die Koalition sich nicht darauf hat einigen können"Arrow

Arbeitsministerin Andrea Nahles habe mit ihrem Wunsch, das Rentenniveau anzuheben und dafür einen höheren Beitragssatz einzufordern, Lasten verschoben, sagte Jochen Pimpertz im Deutschlandfunk. Und zwar "einseitig auf die jungen Beitragszahler", so der Rentenexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Dies sei "eine grundlegend falsche Entscheidung". mehr

Zukunft der Altersversorgung
IW-Nachricht, 25. November 2016

Zukunft der Altersversorgung Der Renten-Wahlkampf ist eröffnetArrow

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles plädiert für ein Mindestrentenniveau von 46 Prozent auch nach dem Jahr 2030. Das wird nur mit höheren Belastungen der nachfolgenden Generationen möglich sein. Den Nachweis, warum die bisherige doppelte Haltelinie nicht reicht, bleibt die Ministerin schuldig. mehr

Rentengipfel
IW-Nachricht, 24. November 2016

Rentengipfel Weitblick statt AktionismusArrow

Wenn die Große Koalition um einen Rentenkompromiss streitet, geht es nicht nur um einen Interessenausgleich zwischen gut und gering verdienenden Arbeitnehmern sowie Menschen mit niedrigen oder hohen Renten. Es geht eigentlich auch um die Interessen der jungen Beitragszahler und Kinder – doch die werden häufig nicht berücksichtigt. mehr