Im BDI-Energiewende-Navigator wird wie in den Vorjahren der Umsetzungsstand der Energiewende in fünf Dimensionen der Energiepolitik analysiert. Er ist kein Blick in die Zukunft, sondern bildet den Status Quo anhand verfügbarer, realer Daten des letzten vollständigen Kalenderjahres ab, in der Regel also von 2013. Der BDI-Energiewende-Navigator weist im dritten Jahr seiner Erhebung insgesamt einen negativen Entwicklungstrend auf. In drei von fünf Dimensionen fällt die Bewertung schlechter aus als im Vorjahr: in der Klima- und Umweltverträglichkeit, in der Wirtschaftlichkeit sowie in der Innovation. Bei Akzeptanz und Versorgungssicherheit blieb die Bewertung im Wesentlichen konstant. Ein wesentlicher Treiber der gesamten Entwicklung ist der steigende Primärenergieverbrauch, der in direktem Zusammenhang mit verschiedenen anderen Indikatoren steht, z. B. der Energieproduktivität oder dem Endenergieverbrauch, und auch den Ausstoß von Treibhausgas (THG) maßgeblich beeinflusst. Der größte Anteil am steigenden Primärenergieverbrauch entfällt auf die Haushalte und den Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Nach Energieträgern betrachtet ist vor allem der Verbrauch an Erdgas und Steinkohle gewachsen.

Gutachten für den Bundesverband der Deutschen Industrie

IW Consult: BDI-Energiewende-Navigator 2014 – Monitoring zur Umsetzung der Energiewende

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EEG-Reform
IW-Nachricht, 8. Juli 2016

EEG-Reform Ein bisschen mehr MarktArrow

Der Bundestag hat die Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) verabschiedet. Ab 2017 wird nicht mehr jedes Windrad und jede Solaranlage gefördert. Stattdessen müssen sich die Betreiber auf die Förderung bewerben. Das hat Vorteile, geht jedoch nicht weit genug. mehr

EEG-Reform
IW-Nachricht, 27. Mai 2016

EEG-Reform Ausbautempo bleibt zu hochArrow

Mal wieder wird in Berlin um die Verteilung der Fördergelder für erneuerbare Energien gestritten. Die Bundesregierung will die Förderung grundlegend ändern. Kritiker rufen bereits das Ende der Energiewende aus. Tatsächlich werden die Ausbauziele auch mit der geplanten Gesetzesänderung überschritten – auf Kosten der Verbraucher. mehr

Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
IW-Kurzbericht, 27. Mai 2016

Esther Chrischilles Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – Ausbautempo bleibt hochArrow

Will ein Anlagenbetreiber, der Strom aus erneuerbaren Energien produziert, gefördert werden, muss er sich zukünftig darauf bewerben. Denn ab 2017 gibt der Gesetzgeber eine feste Menge an installierter Leistung vor, die im Jahr ans Netz gehen darf. Ziel ist es, den Ausbau insgesamt in den vorgesehenen Zielkorridoren zu halten. Kritiker sehen das Ende der Energiewende eingeläutet. Aufgrund des derzeitigen EEG-Entwurfs ist jedoch vielmehr mit einem Überschreiten des Zielkorridors zu rechnen. Weiterhin fehlt eine Beteiligung der Anlagenbetreiber am Preisrisiko. mehr