Durch die Teilnahme Deutschlands an internationalen Schülerleistungsvergleichen wurden dem deutschen föderalen Schulsystem einige Mängel bei der Vermittlung von Kompetenzen bescheinigt. Diese Befunde signalisierten Handlungsbedarfe auf unterschiedlichen Ebenen des bildungspolitischen Handelns, auf die die Länder der Bundesrepublik Deutschland gemäß ihrer Hoheitsrechte nach Art. 30 GG mit einer Reihe von Aktivitäten geantwortet haben.

Das vorliegende Gutachten Politik-Check Schule 2013 geht von der Hypothese aus, dass staatliche Regelungen Motive und Handeln der Akteure im Bildungswesen und damit Verlauf und Ergebnisse von Bildungsprozessen beeinflussen. Das Leitbild staatlicher Regelungen ist dabei die effektive und effiziente Förderung und Unterstützung der Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Schulsystems, der Sicherung des Schülerleistungsniveaus sowie des Herstellens von Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem. Auf dieser Basis untersucht und bewertet die Studie, ob und inwieweit die Länder die notwendigen Reformschritte vorgegeben, eingeleitet und umgesetzt haben. Nicht untersucht wird die tatsächliche Leistungsfähigkeit und Qualität des Schulwesens sowie der Wirkungsgrad der Reformen.

Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Ina Esselmann / Mira Fischer / Helmut E. Klein: Politik-Check Schule 2013 – Eine Bestandsaufnahme aktueller bildungspolitischer Aktivitäten der Länder der Bundesrepublik Deutschland zur Reform des allgemeinbildenden Schulsystems

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26. August 2016

Regionale Armut Arme Eltern, schlechte SchülerArrow

Finanzielle Armut und Bildungsarmut gehen oftmals Hand in Hand. So zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass in den meisten Regionen, in denen vergleichsweise viele Kinder und Jugendliche in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, auch mehr Schüler die Schule abbrechen als anderswo. mehr auf iwd.de

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IW-Pressemitteilung, 25. August 2016

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In Regionen mit hoher Armutsquote brechen viele Jugendliche die Schule ab, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das liegt nicht an fehlenden finanziellen Mitteln der Familien, sondern an der mangelnden Förderung von Kindern aus bildungsfernen Familien in Kitas und Schulen. mehr

15. Juni 2016

Flüchtlinge Vom Recht auf (Schul-)BildungArrow

Auch wenn oft von einer Atempause die Rede ist – die Asylbewerberzahlen in Deutschland gehen derzeit nur leicht zurück. Und die Menschen, die kommen, sind meist jung und wollen bleiben. Ihr Schlüssel zur Integration heißt Schulbildung. Darauf gibt es in Deutschland ein Recht – und fast immer greift auch die Schulpflicht. mehr auf iwd.de