Der Strommarkt wird in Deutschland zunehmend durch staatliche Steuerung geprägt. Dies zeigt sich in direkten Interventionen wie dem Einspeisevorrang erneuerbarer Energien, Abschaltver-boten für fossile Anlagen oder der Stilllegung von Kernkraftwerken, mit der der gesellschaftlich gewünschte Ausstieg aus der Kernenergie umgesetzt wird. Mit dem zunehmenden Anteil er-neuerbarer Energien im Strommarkt, die nach dem EEG gefördert werden, droht eine weitere Zunahme marktfern produzierter Angebote.

Die zunehmende Staatsnähe spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Preise wider. So steigt der Anteil der Staatslasten am Strompreis von heute rund 50 Prozent bis 2018 in den Hochkostenszenarien in die Nähe der 60 Prozent-Marke. Gleichzeitig droht der Strompreis bei konstantem Nettopreis für Industrieunternehmen um bis zu 20 Prozent anzusteigen. Hinter-grund sind vor allem die hohen staatlichen Abgaben, die schon 2014 ein Volumen von deutlich über 30 Milliarden Euro erreicht haben.

Gutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles: Strompreis-Check – Wie viel Markt steckt heute und in Zukunft im Strompreis?

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5. Dezember 2016

Energiewende Netzentgelte im FokusArrow

Bisher galt die EEG-Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, als der große Kostenblock in der Energiewende. Inzwischen entstehen aber auch immer mehr indirekte Kosten – und die erhöhen die Netzentgelte weiter. mehr auf iwd.de

2. Dezember 2016

Erneuerbare Energien Was Solarstrom und Windkraft bremst Arrow

Viele Länder setzen bei der Stromerzeugung zunehmend auf erneuerbare Energien, sodass auf der ganzen Welt mehr und mehr Solaranlagen und Windräder installiert werden. Dass diese nicht überall gleich gut ausgelastet sind, liegt nicht nur an den Standortbedingungen. mehr auf iwd.de

Erneuerbare Energien
IW-Nachricht, 30. November 2016

EU-Energiepaket Rettung für den StrommarktArrow

Die EU-Kommission hat heute ihre Leitlinien und Reformen für die europäische Energiepolitik vorgelegt. In Sachen Strommarkt beweist sie damit Weitsicht und könnte die zerfaserte und zum Teil ineffiziente Energiepolitik der Länder einhegen – auch die deutsche. mehr