Seit der Neuordnung des Arzneimittelmarktes müssen sich die Hersteller patentgeschützter Medikamente mit den Vertretern der Gesetzlichen Krankenversicherung auf einen Preis einigen. Das bringt allerdings nur dann die erhofften Einsparungen, wenn die Verhandlungsergebnisse vertraulich behandelt werden.

Werden die Ergebnisse dagegen – wie bislang vorgesehen – öffentlich bekannt, können nicht nur die Mitbewerber quasi kostenlos auf die Information zugreifen. Auch im Ausland dürften sich die Preisverhandlungen dann statt an den höheren Listenpreisen an den rabattierten Preisen orientieren. Das geht besonders zulasten der in Deutschland ansässigen Hersteller von innovativen Medikamenten. Die Unternehmen können diesem Wettbewerbsnachteil nur entgehen, wenn sie eine Erstzulassung ihres Medikaments auf dem deutschen Markt vermeiden. Darunter würde vor allem die Versorgung im Inland leiden.

Dabei ist eine Veröffentlichung von Verhandlungsergebnissen weder notwendig, um den Wettbewerb anzuheizen, noch ist es Aufgabe des Gesetzgebers, der Preisfindung im Ausland vorzugreifen. Im Gegenteil: Wenn die deutsche Pharmaindustrie Exporterfolge verbucht, sichert das hierzulande Einkommen, aus denen nicht zuletzt auch die sozialen Sicherungssysteme finanziert werden.

Ordnungspolitisches Statement

Forschungsstelle Pharmastandort: Wettbewerb funktioniert nur mit verlässlichen Regeln

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Ordnungspolitisches Statement
Ordnungspolitisches Statement, 20. September 2016

Jasmina Kirchhoff / Jochen Pimpertz Bewährtes schützt Vertraulichkeit und schafft VertrauenArrow

Der aktuelle Referentenentwurf zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schafft es nicht, die Weichen für den Gesundheitsstandort Deutschland zu stellen. Stattdessen sollten die Gesetzgeber auf Bewährtes vertrauen. mehr

Politik für digitale Transformation
Gastbeitrag, 9. September 2016

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Politik für digitale TransformationArrow

Wem gehören die Daten? Wie lassen sich Wettbewerbsprinzipien in der neuen digitalen Welt sichern? Ein systematischer Blick auf die unterschiedlichen Geschäftsmodelle zeigt, wo die Soziale Marktwirtschaft in Gefahr ist. Ein Gastbeitrag von IW-Direktor Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

Nationaler Normenkontrollrat
IW-Pressemitteilung, 3. August 2016

Nationaler Normenkontrollrat Kampf gegen die Milliarden-BürokratieArrow

Bürokratie belastet die deutsche Wirtschaft jedes Jahr mit zig Milliarden Euro. Das zu begrenzen, ist eine zentrale Aufgabe des Nationalen Normenkontrollrats, der vor zehn Jahren seine Arbeit aufnahm. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt jetzt: Vieles hat sich seither zum Besseren verändert, doch es gibt noch Luft nach oben. mehr