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Im Engagementbericht wird ein innovativer Analyseansatz verfolgt, da das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen aus ökonomischer Sicht untersucht wird. Der Bericht zeigt die Logik und Mechanismen der Wirtschaft auf, denen Unternehmen in ihrem Engagement unterworfen sind, und bringt dadurch neue Erkenntnisse für eine zielgenaue Kooperation und Förderung. Der Bericht thematisiert nicht nur die Chancen des Engagements, sondern auch dessen Grenzen. Die Ergebnisse des Berichts sollen Diskussionen über die erforderlichen Weichenstellung in der Entwicklung einer nachhaltigen Engagementpolitik anregen.

  • Fast zwei Drittel aller deutschen Unternehmen (64 Prozent) engagieren sich bürgerschaftlich
  • Das Volumen des Unternehmensengagements entspricht einem finanziellen Gegenwert von jährlich mindestens elf Milliarden Euro
  • Bevorzugt werden Geldspenden (8,5 Milliarden Euro), doch auch mit Produkt- und Sachspenden (1,5 Milliarden Euro) oder mit unentgeltlicher Überlassung der Infrastruktur (900 Millionen Euro) unterstützen die Unternehmen Vereine, Verbände, soziale Einrichtungen oder Stiftungen
  • Die Unternehmen konzentrieren sich dabei auf ihr direktes lokales und regionales Umfeld und fördern besonders den Bereich Erziehung, Kindergärten und Schulen (75 Prozent) sowie Freizeitaktivitäten und Sport (68 Prozent)
  • Bürgerschaftliches Engagement hat in Deutschland insgesamt eine hohe Stabilität (Quote 36 Prozent)
  • Die beliebtesten Engagementfelder bei den über 14-Jährigen sind Sport und Bewegung, Schule, Kindergarten und Kirche oder Religion
  • Sozial- und Bildungsstatus spielen bei der Engagementtätigkeit eine entscheidende Rolle: Insbesondere beruflich und familiär stark eingebundene Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für die Gesellschaft

Erster Engagementbericht

Michael Hüther / Sebastian Braun / Dominik Enste / Michael Neumann / Liliane Schwalb et al.: Erster Engagementbericht - Für eine Kultur der Mitverantwortung

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Ansprechpartner

19. September 2016

Kommentar zu 65 Jahre Ehrenamt Ehre, wem Ehre gebührtArrow

Wer sich bürgerschaftlich engagiert, tut dies per Definition der Sache wegen – und nicht, um Geld zu verdienen. Und der Bundespräsident belohnt solche gemeinwohldienlichen Aktivitäten nicht mit Geld, sondern mit dem Bundesverdienstkreuz, steht dabei aber im Ruf, vor allem die „üblichen Verdächtigen“ zu ehren. Der Auswahlprozess muss sich ändern, sagt Knut Bergmann, Leiter des IW-Hauptstadtbüros. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 15. September 2016

Knut Bergmann Mehr Ehrungen, mehr Engagement?Arrow

Orden und Ehrenzeichen werden in der Bundesrepublik kaum wahrgenommen, das Ansehen von staatlichen Auszeichnungen ist im Vergleich zu anderen Ländern eher gering. Allerdings können nicht-materielle Ehrungen für freiwillig Engagierte motivierend wirken, weshalb es in Zeiten mit steigendem Bedarf an bürgerschaftlichem Engagement lohnt, sie staatlicherseits ins Auge zu nehmen – zumal sie nur wenig kosten. mehr

Der Image-Schaden hält sich in Grenzen
Gastbeitrag, 19. Mai 2016

Michael Hüther auf Xing Der Image-Schaden hält sich in GrenzenArrow

Die Bundesrepublik zählt zu den beliebtesten Ländern der Welt. Daran ändern auch Pegida, der DFB-Skandal und die VW-Affäre nichts, schreibt Michael Hüther auf xing.com. Das Ausland nehme Deutschland weiterhin als Vorbild wahr. Außerdem wandle sich die Gesellschaft schneller als oft angenommen. mehr