Das deutsche Geschäftsmodell basiert auf einer innovativen und exportstarken Industrie. Die ökonomische Theorie und empirische Analysen machen deutlich, dass das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft von der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften insbesondere in den für die Innovationskraft wichtigen MINT-Bereichen abhängt. Eigene Analysen europäischer Volkswirtschaften unterstreichen, dass in den Ländern mit einem hohen Anteil an MINT-Erwerbstätigen an allen Erwerbstätigen tendenziell auch die gesamtwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Relation zum BIP hoch sind, relativ viele Patente angemeldet werden und ein hoher Anteil an Unternehmen Produkt- oder Prozessinnovationen durchführen. Eine Sonderauswertung des European Labour Surveys macht deutlich, dass in Deutschland 30,6 Prozent der Erwerbstätigen eine MINT-Qualifikation haben. Nur in der Tschechischen Republik und in Polen, deren Unternehmen häufig im Produktionsverbund mit westeuropäischen Industrieunternehmen stehen, ist der MINT-Anteil noch höher. Forschungsschwächere Regionen Südeuropas haben beim MINT-Anteil an den Beschäftigten Nachholbedarf.

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke: MINT-Frühjahrsreport 2014 – MINT – Gesamtwirtschaftliche Bedeutung und regionale Unterschiede

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26. Juli 2016

Fachkräfte Die Digitalisierung der ArbeitsweltArrow

Selbstfahrende Autos, Roboter als Krankenpfleger und Drohnen als Paketzusteller – die Digitalisierung der Arbeitswelt, so fürchten manche, könnte vielen Menschen die Arbeit wegnehmen. Tatsächlich aber ist die Automatisierung kein Jobkiller – und könnte die Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen lindern. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 25. Juli 2016

Wido Geis / Sandra Vogel Blaue Karte – Erfolgsmodell mit VerbesserungspotenzialArrow

Die Blaue Karte hat sich als Zugangsweg für Hochqualifizierte nach Deutschland bewährt. Seit 2012 ist die Zahl der vergebenen Karten kontinuierlich gestiegen. Eine weitere Absenkung der Gehaltsschwellen könnte den Aufenthaltstitel allerdings für Zuwanderungsinteressierte noch attraktiver und für kleine und mittlere Unternehmen nutzbarer machen. mehr