Das Saarland gewinnt das Bundesländer-Ranking 2006 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Auf dem zweiten Platz folgt Bayern, gefolgt von Thüringen, das mit seinem Sprung in die Spitzengruppe positiv überrascht.

Den Spitzenplatz errang das Saarland vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2003 und 2005 um 6,1 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 2,3 Prozent liegt. Rang zwei im Dynamikranking 2006 belegt Bayern, das sich in den letzten Jahren konsequent nach oben arbeitet. Verantwortlich für diesen Sprung nach vorn ist die hervorragende Entwicklung in den Bereichen „Arbeitsmarkt“, „Wohlstand“ und „Struktur“. Für die größte Überraschung im Dynamikranking sorgt allerdings der Freistaat Thüringen, der sich noch vor Baden-Württemberg auf den dritten Platz schieben konnte.

Die wissenschaftliche Studie von INSM und WirtschaftsWoche, die von Ökonomen der IW Consult GmbH Köln erstellt wurde, vergleicht die deutschen Bundesländer an Hand von 33 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote. Ausschlaggebend für die Platzierung im Dynamik-Ranking sind ausschließlich die Veränderungen zwischen 2003 und 2005. So haben auch strukturschwache Länder die Chance, durch ihre Leistungen eine gute Platzierung zu erreichen.

In diesem Jahr zeigt sich, dass die klassisch industriegeprägten Länder Bayern, Baden-Württemberg und Saarland im Dynamik-Ranking vorne liegen. Sie profitieren von der wieder erstarkten Industrie in Deutschland. Ursächlich dafür ist die weiterhin sehr gute Wirtschaftsstruktur, insbesondere die exportorientierten Unternehmen aus den Bereichen Automobilindustrie und Maschinenbau, die für Wachstumsimpulse sorgen. Hinter dem wirtschaftlich starken Süden arbeitet sich jedoch der Osten nach vorne und kann im Zeitraum von 2003-2005 eine dynamischere Entwicklung vorweisen als beispielsweise Nordrhein-Westfalen oder die norddeutsche Region.

Neben dem Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2003 bis 2005 ausweist, gibt die Studie zusätzlich im Bestands-Ranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand. Bei dieser Status-Quo-Messung liegen wie im vergangenen Jahr die wirtschaftsstarken Südländer vorn: Bayern vor Baden-Württemberg und Hessen. Auch wenn die Ostländer stark aufholen, haben sie die Westländer im Bestandsranking noch nicht erreicht und stehen dort weiterhin am Ende der Rangfolge.

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