Die Ausgaben des Staates werden unter anderem über die Einkommensteuer und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung finanziert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat das IW Köln und auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003untersucht, wie sich die Einkommensteuer- und Beitragsbelastungen auf unterschiedliche Haushaltstypen verteilen. Dabei werden zum Beispiel Haushalte mit einem Beamten, Selbständigen oder Arbeitnehmer als Haupteinkommensbezieher betrachtet, Haushalte mit einem oder mehreren Erwerbstätigen sowie Single-Haushalte und Mehr-Personen-Haushalte mit oder ohne Kinder. Außerdem wurde der Datensatz bis zum Jahr 2008 fortgeschrieben, um die Verteilung der Sozialversicherungsbeiträge nach der aktuellen Rechtslage simulieren zu können.

Während die prozentuale Abgabenbelastung der Haushalte mit steigendem Markteinkommen kaum steigt, nimmt der Beitrag zum Gesamtaufkommen überproportional zu, je mehr Einkommen in einem Haushalt erzielt wird. Erwartungsgemäß schneiden Beamten- und Selbständigenhaushalte in der Gesamtbelastung relativ günstig ab, weil zumindest der Haupteinkommensbezieher in der Regel nicht Mitglied der gesetzlichen Sozialversicherung ist. Bei der Belastung mit Einkommensteuer zeigt sich dagegen kaum ein signifikanter Unterschied. Dabei sind die oberen Einkommensklassen relativ gleichmäßig und zum überwiegenden Teil mit Arbeitnehmer-Haushalten besetzt, Selbständigen-Haushalte treten dagegen relativ häufig in den mittleren Einkommensgruppen und im obersten Zehntel auf.

Gutachten

Wer trägt den Staat?
Die aktuelle Verteilung von Steuer- und Beitragslasten auf die Bevölkerung in Deutschland
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20. Februar 2017

Einkommensverteilung „Es geht uns heute deutlich besser als früher“Arrow

Mit seinem 2016 veröffentlichten Buch „Armut in Deutschland“ hat Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, für Furore gesorgt. Der 64-jährige Volkswirt setzt sich für Hilfen ein, die Arme wirklich erreichen. Den Meldungen über die vermeintlich bedrohte Mittelschicht tritt er vehement entgegen. mehr auf iwd.de

16. Februar 2017

Einkommensverteilung Die Vermessung der MitteArrow

Die Mittelschicht erodiert, lautet eine These in der aktuellen Verteilungsdiskussion. Doch so pauschal stimmt das nicht, hat das IW Köln in einer Studie herausgefunden. Allerdings erreichen bestimmte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mitte als andere. mehr auf iwd.de