Die Ausgaben des Staates werden unter anderem über die Einkommensteuer und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung finanziert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat das IW Köln und auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003untersucht, wie sich die Einkommensteuer- und Beitragsbelastungen auf unterschiedliche Haushaltstypen verteilen. Dabei werden zum Beispiel Haushalte mit einem Beamten, Selbständigen oder Arbeitnehmer als Haupteinkommensbezieher betrachtet, Haushalte mit einem oder mehreren Erwerbstätigen sowie Single-Haushalte und Mehr-Personen-Haushalte mit oder ohne Kinder. Außerdem wurde der Datensatz bis zum Jahr 2008 fortgeschrieben, um die Verteilung der Sozialversicherungsbeiträge nach der aktuellen Rechtslage simulieren zu können.

Während die prozentuale Abgabenbelastung der Haushalte mit steigendem Markteinkommen kaum steigt, nimmt der Beitrag zum Gesamtaufkommen überproportional zu, je mehr Einkommen in einem Haushalt erzielt wird. Erwartungsgemäß schneiden Beamten- und Selbständigenhaushalte in der Gesamtbelastung relativ günstig ab, weil zumindest der Haupteinkommensbezieher in der Regel nicht Mitglied der gesetzlichen Sozialversicherung ist. Bei der Belastung mit Einkommensteuer zeigt sich dagegen kaum ein signifikanter Unterschied. Dabei sind die oberen Einkommensklassen relativ gleichmäßig und zum überwiegenden Teil mit Arbeitnehmer-Haushalten besetzt, Selbständigen-Haushalte treten dagegen relativ häufig in den mittleren Einkommensgruppen und im obersten Zehntel auf.

Gutachten

Wer trägt den Staat?
Die aktuelle Verteilung von Steuer- und Beitragslasten auf die Bevölkerung in Deutschland
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8. Dezember 2016

Einkommenssteuer „Es geht um hart erarbeitetes Geld“Arrow

Das IW Köln plädiert für die Beseitigung der kalten Progression in der deutschen Einkommenssteuer, der nächste Schritt wäre ein Abbau des sogenannten Mittelstandsbauchs. Warum es richtig ist, die Steuerzahler zu entlasten, darüber hat der „iwd“ mit dem Finanzwissenschaftler und Präsidenten des Münchener ifo Instituts Clemens Fuest gesprochen. mehr auf iwd.de

Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

Regionale Armut Auf die Preise kommt es anArrow

Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr