Die vorliegende Expertise untersucht, wie sich die wachstumspolitische Bedeutung des Bildungssystems mit dem ebenfalls wachstumsrelevanten Ziel der Haushaltskonsolidierung tarieren lässt, das angesichts der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Richtschnur für die Untersuchung ist dabei, dass nicht die in der politischen Diskussion meist verwendete Kenngröße der Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt Zielgröße der Politik sein sollte, sondern vielmehr die Bildungsausgaben pro Kopf, die letztlich beim Schüler im Unterricht ankommen.

Die Erfassung der Bildungsausgaben stößt allerdings auf zahlreiche statistische Hindernisse. Dies erschwert es nicht nur, Aussagen über die Wirtschaftlichkeit bestimmter Ausgaben zu treffen, sondern auch, wie vorhandene Ressourcen künftig effi zienter genutzt werden können. Deshalb geht die Expertise vier Fragen nach: Wie lassen sich die tatsächlichen Bildungsausgaben realistischer abbilden (Richtig rechnen)? Welche Auswirkungen haben rückläufi ge Schülerzahlen auf die eff ektiven Bildungsausgaben (Demografi sche Rendite reinvestieren)? Wie können bei gegebenen Mitteln Effizienzpotenziale beim Mitteleinsatz realisiert werden (Effizienzpotenziale nutzen)? Wie muss bildungsökonomisch gesehen auf der bildungsbiographischen Zeitachse richtig investiert werden (Richtig investieren)?

Expertise

Bildung in Zeiten knapper Kassen – Pro-Kopf-Finanzierung statt Institutionenförderung!
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Privathochschulen
IW-Pressemitteilung, 6. Juli 2016

Privathochschulen Mitgezählt, aber nicht mitbedachtArrow

Die Zahl der Studenten an privaten Hochschulen steigt in Deutschland seit Jahren. Doch bei der finanziellen Unterstützung halten sich Bund und Länder zu stark zurück, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Den Privathochschulen gingen deshalb allein 2013 rund 197 Millionen Euro verloren. mehr

Exzellenzinitiative
IW-Nachricht, 29. Januar 2016

Exzellenzinitiative Spitze, nicht BreiteArrow

Im Jahr 2005 startete die Exzellenzinitiative für deutsche Hochschulen. Wissenschaftler um den Schweizer Umweltphysiker Peter Imboden haben jetzt, zu Recht, eine positive Bilanz gezogen. Für die dritte Runde der Förderung ab 2018 sollte sich die Initiative wie bisher auf die Spitzenforschung fokussieren – und eine jährliche Budgeterhöhung ins Auge fassen. mehr