Die Befürworter des Betreuungsgeldes argumentieren, die Wahl der Eltern, ihre Kinder zu Hause zu erziehen, müsse vom Staat in gleicher Weise unterstützt werden wie die Entscheidung, sie in öffentlichen Einrichtungen betreuen zu lassen. Die These einer Förderunwucht zugunsten der Familienmodelle mit doppelter Erwerbstätigkeit und Nutzung von Betreuungseinrichtungen kannjedochnicht bestätigt werden. Der Staat fördert das Alleinverdienermodell unter anderem, in dem der nicht erwerbstätige Teil der Familie kostenlos in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mit versichert wird. Insgesamtbietet der Staat mehr Leistungen zur Verminderung von bereits durch den Erwerbsverzicht entstandenen Opportunitätskosten an, als Leistungen zur Vermeidung der Entstehung dieser Kosten.

Die Einführung eines Betreuungsgelds in Höhe von150 Euro verursachtbei bestehender Anzahl an Kindern und aktuellem Erwerbsverhalten der Eltern Kosten von 2,2 Mrd. Euro jährlich. Bezieht man mögliche Verhaltensveränderungen mit ein, so fallen die Kosten etwas geringer aus.

Stellungnahme zur Bundestagsanhörung

Axel Plünnecke: Das Betreuungsgeld aus ökonomischer Sicht
IconDownload | PDF

19. August 2016

Bildung Bildung – der Schlüssel zur Flüchtlings-Integration Arrow

Für eine reibungslose Integration von Flüchtlingen ist der Erwerb von Deutschkenntnissen zwar eine wichtige Grundlage, reicht aber allein nicht aus. Vielmehr bedarf es einer ganzen Reihe an Maßnahmen - und die kosten Geld: Allein im Jahr 2017 müsste der Staat nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) 3,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen. mehr auf iwd.de

Kinderbetreuung
IW-Nachricht, 21. Juli 2016

Kinderbetreuung Noch ein weiter WegArrow

Im März 2016 besuchten 721.000 unter Dreijährige eine Kindertageseinrichtung oder -pflege. Damit gab es noch nicht einmal jene 750.000 Betreuungsplätze, auf die sich die Politik beim Krippengipfel 2007 verständigt hatte. Gleichzeitig ist der Bedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – laut Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ergibt sich aktuell eine Lücke von rund 165.000 Betreuungsplätzen. mehr

18. Juli 2016

Geburten Unehelich – na und?Arrow

Mittlerweile kommt rund jedes dritte Kind in Deutschland nichtehelich auf die Welt. Vor allem im Osten sind Mütter häufig unverheiratet – wesentlich öfter als im Westen. Und überraschenderweise erblicken die meisten West-Babys mit unverheirateten Eltern nicht in den großen Städten das Licht der Welt, sondern in eher ländlichen Regionen. mehr auf iwd.de