Für die deutsche Wirtschaft ist Google weit mehr als eine Suchmaschine. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der IW Consult unter gut 11.000 Unternehmen, die GoogleTools verwenden. Zwar bleibt die bekannte Suche das Kernprodukt, das von 84 Prozent aller Google-Kunden genutzt wird. Daneben setzen Unternehmen aber viele weitere Google-Tools strategisch ein, um ihre Online- und Offline-Geschäfte sowie ihre internen Prozesse zu verbessern. Die beliebtesten Tools in der deutschen Wirtschaft sind neben der Suche das Google-Werbeprogramm AdWords, das Analysetool Analytics, der Übersetzer und Alerts.

Die meisten Unternehmen stellen sich aus der Produktpalette von Google ein Paket aus verschiedenen Anwendungen zusammen. Im Schnitt nutzen die Google-Kunden gut vier Anwendungen. Bei rund 28 Prozent der Kunden kommen sogar mehr als sechs Google-Produkte zum Einsatz. G

Google ist in der deutschen Gesamtwirtschaft fest verankert. Seine Kunden stammen mittlerweile aus allen Wirtschaftszweigen. Je nach ihren Bedürfnissen verwenden die Branchen Google unterschiedlich. Der exportorientierte Automobilbau beispielsweise setzt überdurchschnittlich stark auf den Übersetzer. Die Bauwirtschaft recherchiert besonders intensiv mit Earth, die IT-Experten aus der EDV-Branche surfen mehr als andere mit dem Webbrowser Chrome und die Einzelhändler machen ihre Produkte mit dem Merchant Center im Netz besser auffindbar.

Besonders der Mittelstand setzt auf Google. Der typische Google-Kunde aus der Industrie beschäftigt 100 Mitarbeiter, bei Google-Kunden aus dem Bereich Dienstleistungen sind die Belegschaften im Schnitt 27 Mitarbeiter stark.

Google-Marketingtools haben nach Angaben der befragten Unternehmen wichtige Erfolgsparameter ihrer Online-Strategie verbessert. Die Kundenkontakte nahmen seit dem Einsatz der Tools im Schnitt aller befragten Firmen um 25 Prozent zu, der Umsatz stieg um 23 Prozent. Insgesamt generieren die Firmen über Google-Marketing durchschnittlich 36 Prozent aller Online-Kundenkontakte und 35 Prozent ihres Online-Umsatzes.

Die große Mehrheit der befragten Unternehmen konnte mit Google ihre Geschäfte ausbauen. So haben 72 Prozent auf bestehenden Märkten neue Kunden gewonnen. 28 Prozent haben sich über Google-Marketing weitere Märkte erschlossen, zum Beispiel im Ausland oder auf neuen Geschäftsfeldern.

Für jeden Euro, den Unternehmen in Deutschland für Google-Marketingtools ausgeben, steigt der Umsatz im Online-Geschäft um durchschnittlich 7,65 Euro. Der Gesamtumsatz, den Unternehmen online und offline erwirtschaften, zieht im Schnitt sogar um 11,94 Euro an. Die Wirkung von Google-Werbung liegt damit klar über den bekannten Um- satz-Effekten anderer Werbeträger.

Mit der Google Suche können Beschäftigte deutlich schneller Informationen recherchieren als offline. Sie haben dadurch mehr Zeit für andere produktive Tätigkeiten. Dieser „Google-Suche-Effekt“ spart deutschen Unternehmen pro Mitarbeiter und Tag durchschnittlich 6,84 Euro.

Google Apps (webbasierte Büroanwendungen) wirken sich positiv auf die Innovationsfähigkeit aus, indem sie Informationsflüsse in Unternehmen verbessern. So sagen 68 Prozent der befragten Unternehmen, dass Informationen durch Google Apps besser verfügbar seien. Bei mehr als 40 Prozent verläuft die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern effizienter; weitere 30 Prozent stellen fest, dass ihre Beschäftigten durch Google Apps kreativer arbeiten.

Studie

IW Consult: Faktor Google – Wie deutsche Unternehmen Google einsetzen
IconDownload | PDF

Flyer

Faktor Google – Wie deutsche Unternehmen Google einsetzen
IconDownload | PDF

Flyer

Michael Hüther: Wirtschaftliche Bedeutung der ITK – Das Beispiel Google
IconDownload | PDF

Gutachten
Gutachten, 24. Juni 2016

Sven Conventz / Roman Bertenrath Startup Region KölnArrow

In dem Gutachten für die Stadt Köln und die Industrie- und Handelskammer Köln beschreiben die IW Consult-Forscher die Bedeutung und die Struktur der digitalen Start-ups in Köln. mehr

Kölner Skyline
Pressemitteilung, Nr. 40 vom 24. Juni 2016

Start-up-Szene Kölner Digitalwirtschaft gut aufgestelltArrow

App-Entwickler, Anbieter von Cloud-Lösungen und Online-Händler fühlen sich in Köln wohl: Ein Prozent der Kölner Unternehmen lassen sich der digitalen Start-up-Szene zurechnen – damit ist die Branche anteilig ähnlich bedeutsam wie in Berlin. Das zeigt eine Auswertung des neuen Digitalindex von IW Consult, beDirect und Datalovers für Köln. mehr

24. Juni 2016

Start-ups Digitalisierung in KölnArrow

Köln plant, mit der Initiative „Startup-City.Cologne“ eine innovative und starke Gründerszene in den digitalen Zukunftsmärkten zu etablieren. Doch dazu muss Köln erst einmal wissen, wie es um seine digitale Wirtschaft derzeit bestellt ist. Die IW Consult hat das untersucht und herausgefunden: Köln ist auf einem guten Weg. mehr auf iwd.de