Der Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen (HDL) ist mit rund einer Million Beschäftigten zu einem wichtigen Wirtschaftszweig in Deutschland herangewachsen und gilt trotz seiner Heterogenität und Fragmentierung als Wachstumsmarkt. Das Nachfragepotenzial unter den Privathaushalten wird auf insgesamt rund 40 Prozent geschätzt, jedoch bisher nur in geringem Umfang ausgeschöpft. So nehmen laut einschlägiger Studien nur rund 12 Prozent aller Haushalte legale haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch. Ein Großteil bezieht die Leistungen illegal. Je nach Studie wird der Anteil des so genannten „Schwarzmarkts“ auf 68 Prozent oder 88 Prozent geschätzt. Vor diesem Hintergrund hat das BMWi die Dynamisierungswirkung von Qualitätsstandards auf den Markt für sachbezogene haushaltsnahe Dienstleistungen von IFOK, IW Köln und IW Köln Consult untersuchen lassen.

Im Zentrum der Studie stehen drei Kernfragen:

  • Welche positiven Effekte haben Qualitätskriterien im Hinblick auf Markttransparenz, Nach-frage und Marktentwicklung?
  • Was sind die zentralen Merkmale von Qualitätsstandards?
  • Wie kann die Verankerung der Qualitätsstandards erfolgen?

Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Wido Geis / Janina Henning / Juliane Prokop / Edgar Schmitz / Indre Zetzsche: Professionalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen durch Entwicklung und Etablierung von Qualitätsstandards

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

EU-Pläne gegen Steuervermeidung
IW-Nachricht, 25. Mai 2016

EU-Pläne gegen Steuervermeidung Deutschland darf nicht zu viel erwartenArrow

Die Europäische Kommission will heute ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringen, um Steuervermeidung zu bekämpfen. Politiker träumen deshalb bereits von vielen zusätzlichen Steuer-Milliarden, die ihnen eine Studie der OECD verspricht. Doch die Studie beruht teilweise auf fragwürdigen Annahmen und für große Industrieländer wie Deutschland wäre der Effekt ohnehin minimal. mehr

IW-Kurzbericht, 24. Mai 2016

Martin Beznoska / Tobias Hentze Tax Policy – The Fiscal Revenue Effects of International Tax PlanningArrow

In the course of the “Panama Papers” discussion, questions arise concerning the fiscal effects of international profit shifting and tax avoidance. A recent OECD study estimates the worldwide corporate tax losses to lie between 4 and 10 percent of the revenues. Applied to Germany, this would reflect between 3 and 7 billion Euro or maximum 1 percent of total tax revenues. However, the estimation underlies questionable assumptions and therefore severe uncertainties. mehr

IW-Kurzbericht, 8. April 2016

Theresa Eyerund und Marie Möller Steueroasen – Mit Kontrolle und Kavallerie gegen Briefkastenfirmen?Arrow

Ein internationaler Rechercheverbund hat dubiose Finanzgeschäfte bekannter Persönlichkeiten enthüllt. Die „Panama Papers“ werden auch Deutschland lange beschäftigen. Von mehr Kontrolle bis hin zur Entsendung der Kavallerie reichen die Vorschläge, mit denen gegen Steueroasen vorgegangen werden soll. Leere martialische Drohungen sind nicht glaubwürdig und juristische Lösungen alleine reichen nicht. Vielmehr sollten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eliten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden – schon aus purem Eigeninteresse. mehr