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Die aktuelle Analyse des Roman Herzog Instituts zeigt auf, dass sich viele vermeintliche Gewissheiten über die Mittelschicht bei genauerem Hinsehen oft als Mythen entpuppen. Die Autoren setzen sich kritisch mit diesen auseinander und belegen, dass Statistiken oftmals einseitig interpretiert werden. Die Studie verdeutlicht allerdings auch, dass die soziale Aufwärtsmobilität aus der unteren in die mittlere Einkommensschicht noch ausbaufähig und förderungsbedürftig ist und entscheidend vom Bildungsniveau abhängt.

Die Kontroverse um die Entwicklung der Mittelschicht geht weiter: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu dem Ergebnis, dass auf Basis von Jahreseinkommen die Mittelschicht abnehme. Der von den DIW-Forschern für das Jahr 2008 berechnete Rückgang ist mit rund einem halben Prozent jedoch erneut sehr gering und rechtfertigt nicht, von „Statuspanik“ zu sprechen. Das Jahreseinkommen zu betrachten, kann sinnvoll sein, es stellt sich jedoch die Frage, weshalb das Jahr 2008 als aktuellster Wert verwendet wird? Das DIW selber hat im Jahr 2010 eine Studie zur Mittelschicht mit Daten aus dem Jahr 2009 veröffentlicht – allerdings mit eben den vom RHI zitierten Monatseinkommen. Diese Daten werden nun vom DIW selber kritisch gesehen. In der RHI Information „Wie schlecht steht es wirklich um die gesellschaftliche Mitte? Mythen über die Mittelschicht“ werden – aufgrund der größeren Aktualität und der breiten Zitation in den Medien – diese DIW Daten verwendet und neu interpretiert. Im Jahr 2009 nahm die Mittelschicht nach diesen Daten zu und über den längeren Betrachtungszeitraum ab 1993 bleibt die Mittelschicht nahezu konstant. Viel wichtiger als die im Wesentlichen stabile Mittelschicht ist jedoch die Frage, wie der Aufstieg in die Mittelschicht leichter gelingen kann und so Chancengerechtigkeit hergestellt werden kann.

RHI-Diskussion Nr. 9

Dominik Enste / Vera Erdmann / Michael Neumann: Mythen über die Mittelschicht - Wie schlecht steht es wirklich um die gesellschaftliche Mitte?
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Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

Regionale Armut Auf die Preise kommt es anArrow

Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

5. Dezember 2016

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Die unterschiedlichen Preisniveaus führen dazu, dass in den deutschen Städten ein deutlich höherer Anteil der Einwohner armutsgefährdet ist als auf dem Land. Die Politik ist daher gefordert, die regionale Förderung neu auszurichten. mehr auf iwd.de

Mit einer neuen Regionalpolitik gegen Armut
Presseveranstaltung, 5. Dezember 2016

Pressekonferenz Mit einer neuen Regionalpolitik gegen ArmutArrow

Wenn es um Armut in Deutschland geht, werden in der öffentlichen Diskussion nicht selten pauschale oder fehlerhafte Argumente genutzt. So gilt häufig der Osten Deutschlands als arm, der Westen hingegen eher als reich. Doch so einfach ist es nicht. mehr