Nach wie vor ist der Bedarf an Ingenieuren in Deutschland ausgesprochen hoch. Noch kaschieren hohe Absolventenzahlen die gröbsten Engpässe, doch der demografische Wandel wird auch die Ingenieurzunft treffen. Wie sich das Arbeitskräfteangebot und die -nachfrage in den Jahren bis 2029 entwickeln werden, hängt von mehreren Faktoren ab: den Anfängerzahlen und Absolventenquoten innerhalb der Ingenieurwissenschaften, der Entwicklung der Ab- und Zuwanderung ausgebildeter Ingenieure, der Erwerbsbeteiligung älterer Ingenieure und dem arbeitsmarktseitigen Zusatzbedarf. Selbst im Fall einer lahmenden Konjunktur, die den Bedarf an Ingenieuren massiv senkt und gleichzeitig auf deutlich mehr Ingenieurabsolventen trifft, übertrifft die Nachfrage das Angebot an Ingenieuren Jahr für Jahr – bis 2029 würden dem Arbeitsmarkt insgesamt 84.000 Ingenieure fehlen. Und selbst in diesem Szenario benötigt
Deutschland eine jährliche Nettozuwanderung in Höhe von mindestens 15.000 Ingenieuren, um seine Arbeitskräftebasis im Ingenieurbereich langfristig zu sichern. Wie sich der Ingenieurarbeitsmarkt in den nächsten Jahren in Abhängigkeit der entsprechenden Stellschrauben entwickelt, zeigt das gemeinsam vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) entwickelte Prognosetool.

VDI-Szenariotool

Pressemitteilung

Arbeitsmarkt: Bis 2029 müssen rund 700.000 Ingenieure altersbedingt ersetzt werden

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Statement

Dr. Hans-Peter Klös: Ingenieurarbeitsmarkt 2029 – Zuwanderung gegen Absolventenrückgang

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Präsentation

Hans-Peter Klös: Ingenieurarbeitsmarkt 2029 – Zuwanderung gegen Absolventenrückgang

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Studie für den Verein Deutscher Ingenieure

Oliver Koppel: Szenariomodell Ingenieurarbeitsmarkt – Die künftige Entwicklung von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage bis zum Jahr 2029

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Ansprechpartner

Menschen mit Behinderung
IW-Nachricht, 2. Dezember 2016

Menschen mit Behinderung Zentrale Anlaufstelle fehltArrow

Am 3. Dezember wird zum 24. Mal der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“ begangen. Fast jede zehnte Person in Deutschland ist schwerbehindert, doch abgehängt sind sie deshalb nicht: Für die deutsche Wirtschaft ist die Integration behinderter Menschen vielfach selbstverständlich. Die Politik könnte sie dabei allerdings noch besser unterstützen. mehr

1. Dezember 2016

MINT-Arbeitsmarkt Auf Zuwanderer angewiesenArrow

In Deutschland ist Personal in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seit Jahren knapp. Ohne die ausländischen Beschäftigten wäre die Fachkräftelücke sogar noch größer. Zur Verbesserung der Lage braucht es eine gezielte Zuwanderungspolitik. mehr auf iwd.de

Die MINT-Lücke wäre noch deutlich größer, wenn wir nicht die starke Zuwanderung in den letzten Jahren gehabt hätten.
Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr