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Auch, wie es um die IT-Ausbildungsleistung der Hochschulen steht, skizziert der MINT-Report. Foto: Christopher Futcher/iStock

MINT-Qualifikationen sind für die Innovationskraft in Deutschland von großer Bedeutung. Ein Blick auf die innovativsten Branchen in Deutschland zeigt, dass diese einen hohen Anteil an MINT-Akademikern beschäftigen. Auch die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften ist in diesen Branchen sehr hoch. Daneben zeigt eine aktuelle Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass sich die Arbeitsanforderungen aufgrund der Digitalisierung in den Unternehmen verändern und die Bedeutung von technischem Fachwissen, IT-Fachwissen und Online-Kompetenzen deutlich zunimmt.

Als bedeutend erweisen sich auch die regionalen Unterschiede: So verdeutlichen die Karten, dass die Verfügbarkeit von IT-Experten sich in Unterschieden bei der regionalen Verfügbarkeit von Breitband widerspiegelt. An der Spitze stehen die Stadtstaaten, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen. In den städtischen und halbstädtischen Regionen schneidet auch Bayern sehr gut ab. Am geringsten ist die Versorgung mit Breitband in den fünf neuen Ländern. Das Gutachten verdeutlicht, wie es um die Bereiche Zuwanderung, demografische Herausforderungen, IT-Höherqualifizierungspotenzialen und IT-Ausbildungsleistung der Hochschulen steht.

Fest steht: Um die Wachstumschancen der Digitalisierung zu nutzen, benötigen viele Regionen in Deutschland (insbesondere der Osten) eine Stärkung der Willkommenskultur für ausländische Experten. Weiterhin sollten die neuen Länder und die ländlichen Regionen dringend die IT-Ausbildungsleistung der regionalen Hochschulen stärken sowie den Ausbau der IT-Infrastruktur (Breitband) vorantreiben.

Breitbandausbau: Ländliche Gegenden hängen hinterher

Stand: Mitte 2015

Die Intervallgrenzen teilen die Grundgesamtheit aller Kreise in sechs gleichgroße Segmente (Sextile). Je intensiver das Grün/Rot, desto besser/schlechter das Segment, in welchem sich der betreffende Kreis befindet.

Lesehilfe: In dem obersten Sechstel aller Kreise beträgt der Wert des Indikators mindestens 87, im untersten Sechstel dagegen höchstens 41. In der Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte liegt der Wert des Indikators bei mindestens 64, in der anderen Hälfte darunter.

IT-Akademiker: Stadt schlägt Land, Süd schlägt Ost

Stichtag: 30. September 2015

Die Intervallgrenzen teilen die Grundgesamtheit aller Kreise in sechs gleichgroße Segmente (Sextile). Je intensiver das Grün/Rot, desto besser/schlechter das Segment, in welchem sich der betreffende Kreis befindet.

Lesehilfe: In dem obersten Sechstel aller Kreise beträgt der Wert des Indikators mindestens 79, im untersten Sechstel dagegen höchstens 12. In der Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte liegt der Wert des Indikators bei mindestens 31, in der anderen Hälfte darunter.

Diese Karten können Sie kostenlos einbetten. Schicken Sie dazu eine Mail an onlineredaktion <AT> iwkoeln.de

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke: MINT-Frühjahrsreport 2016 – Herausforderungen der Digitalisierung

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Statement

Statement von IW-Direktor Michael Hüther zum MINT-Frühjahrsreport 2016 - Herausforderungen der Digitalisierung

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Oliver Koppel: Digitaler Dämmerschlaf

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Ansprechpartner

27. September 2016

Weiterbildung E-Learning – Die Zukunft des LernensArrow

Die Digitalisierung der Arbeitswelt macht die permanente Weiterbildung in den Unternehmen unabdingbar. Sie eröffnet aber auch neue Formen der Wissensvermittlung – beispielsweise das E-Learning, also das Lehren und Lernen mittels elektronischer Medien. mehr auf iwd.de