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IW-Ökonomen Hüther und Grömling (v. l.) Quelle: IW Köln

Nach einem Rotsignal im Winter geht die deutsche Wachstumslokomotive wieder auf die Strecke. Fast 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit einer steigenden Produktion, lediglich knapp 17 Prozent erwarten einen Rückschlag.

Das ist ein zentrales Ergebnis der Frühjahrsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), an der fast 2.400 Unternehmen teilnahmen. Die Befragungsergebnisse untermauern die aktuelle IW-Konjunkturprognose. Danach wird die deutsche Volkswirtschaft 2012 voraussichtlich um 1¼ Prozent wachsen, 2013 ist ein Plus von 2 Prozent drin.

Das Auslandsgeschäft bleibt für die meisten Unternehmen eine sichere Bank – zumal die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3½ Prozent wachsen dürfte. Jede vierte befragte Firma setzt dementsprechend 2012 auf mehr Exporte, nur 11 Prozent glauben, dass sie weniger ins Ausland verkaufen können. Anreize, die Kapazitäten auszuweiten, sind derzeit weniger stark ausgeprägt als noch in den Boom-Jahren vor der Krise.

Denn die Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie liegt mit 85 Prozent nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt. Nicht zuletzt aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen wollen gleichwohl 36 Prozent der befragten Firmen mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen stecken, nur 16 Prozent kürzen ihr Investitionsbudget. Wegen der guten Konjunkturentwicklung setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort. Ein Drittel der Unternehmen will 2012 neue Mitarbeiter einstellen, lediglich 14 Prozent streichen Stellen.

Pressemitteilung

IW-Konjunkturumfrage und -prognose: Die Lokomotive nimmt Fahrt auf
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Statement

IW-Konjunkturumfrage und IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2012: Aufschwung in volatilem Umfeld
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Tabellen

IW-Konjunkturumfrage Frühjahr 2012
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IW-Direktor Michael Hüther über ...

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Ansprechpartner

22. November 2016

Auslandskonjunktur Europa muss die Weltwirtschaft stabilisierenArrow

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