Der Weg vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild war lang und geprägt von vielen Irrungen und Wirrungen. Auch manche wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Weltbilder prägen das Denken und Handeln über längere Zeiträume und werden (zu?) spät revidiert. Jenseits tagesaktueller Herausforderungen wollen wir uns Zeit nehmen, um über kulturelle Hintergründe, historische Entwicklungslinien und psychologische Einflüsse zu reflektieren und disziplinübergreifend zu diskutieren.

Welche kulturellen Prägungen beeinflussen das wirtschaftliche Handeln – der Konsumenten, der Arbeitnehmer, der Unternehmer, der Politiker? Welche Ideen und Ideale, welche Annahmen und Wertvorstellungen liegen unserer Gesellschaftsordnung zugrunde? Welche Fehlsteuerungen lassen sich angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf diese Weltbilder zurückführen? Welche Bedeutung haben Menschenbilder in diesem Kontext?

Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln diskutieren mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über diese Fragen. Die Ergebnisse der Tagung fließen in die Analysen der Forschungsgruppe „Markt und Staat“ ein, die an einem soliden, interdisziplinären Fundament für die wirtschaftspolitische Beratung arbeitet.

Programm
IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Fallstricke bei Bewertung, Bonifikation und Beförderung
IW-Kurzbericht, 7. Oktober 2016

Mara Grunewald / Franziska Then Fallstricke bei Mitarbeiterbewertung, Bonifikation und BeförderungArrow

Verhaltensökonomische Untersuchungen zu den Vor- und Nachteilen von Mitarbeiterbewertungsmechanismen zeigen, dass Favorisierung und Fairnessbedenken des Vorgesetzten die Bewertung von Mitarbeitern verzerren. Doch auch durch stärkere Differenzierung können Nachteile entstehen, wenn der Unternehmenserfolg stark von der Zusammenarbeit im Team abhängt. mehr