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IW-Ökonom Christoph Schröder Quelle: IW Köln

Zwar steht Deutschland damit besser da als die übrigen Euroländer, die von 1999 bis 2010 ein Lohnstückkostenplus von 12 Prozent verzeichneten. In anderen großen Industriestaaten wie den USA und Japan sanken die Kosten – in Euro umgerechnet – dagegen um jeweils fast 30 Prozent. Damit blieben die Lohnstückkosten aller wichtigen internationalen Konkurrenten insgesamt unter Berücksichtigung des Wechselkurseinflusses seit 1999 unverändert.

Das deutsche Verarbeitende Gewerbe weist daher nach wie vor im internationalen Vergleich das fünfthöchste Lohnstückkostenniveau auf. Der deutsche Produktivitätsvorsprung ist zu gering, um die hohen Arbeitskosten hierzulande wettzumachen. Insgesamt hat die ausländische Konkurrenz einen Lohnstückkostenvorteil von 12 Prozent. Zwar sind mit Großbritannien, Frankreich und Italien gerade die anderen großen europäischen Volkswirtschaften teurer als Deutschland. Doch weitere wichtige Lieferanten von Industriegütern haben deutlich niedrigere Lohnstückkosten – in den USA und Japan etwa beträgt der Abstand zur deutschen Industrie jeweils rund ein Viertel.

Studie

Christoph Schröder: Produktivität und Lohnstückkosten der Industrie im internationalen Vergleich
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Pressemitteilung

Lohnstückkosten: In Deutschland weiterhin sehr hoch
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Statement

Michael Hüther: Lohnstückkosten im internationalen Vergleich
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Fotos

Audio

Professor Dr. Michael Hüther über:

Ist Deutschland an den zunehmenden Handelsdefiziten anderer schuld?
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Ist Deutschland lohnmagersüchtig?
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Warum die jüngste Kostendisziplin eine Vorgeschichte hat?
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Exporterfolg
IW-Pressemitteilung, 18. Oktober 2016

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IW-Kurzbericht, 18. Oktober 2016

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