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Zur Gruppe der Unternehmen, die ihren Beschäftigten regelmäßig und systematisch Kursangebote machen, gehören in Deutschland 51 Prozent der weiterbildungsaktiven Firmen. Jeder Mitarbeiter belegt jährlich im Schnitt 33 Stunden mit Seminaren und Lehrveranstaltungen, wenn die Weiterbildung zur strategischen Personalplanung gehört. Ohne diese Verankerung sind es hingegen nur 23 Stunden. Fast acht von zehn Unternehmen wollen durch Weiterbildung ihre Innovationsfähigkeit sichern; 70 Prozent nutzen sie als Instrument der Mitarbeiterbindung. Einer IW-Befragung zufolge gaben die Unternehmen pro Mitarbeiter und Jahr zuletzt durchschnittlich 1.035 Euro für Weiterbildung aus.

Aus Sicht der Beschäftigten ist Weiterbildung wichtig, um berufliche Tätigkeiten besser auszuüben und im Job weiterzukommen; 63 Prozent der Kursteilnehmer nennen dieses Motiv. Größtes Hindernis für Weiterbildungsaktivitäten ist der Faktor Zeit. Sowohl die Unternehmen als auch die Beschäftigten geben diesen Grund an, der sogar noch häufiger genannt wird als die Kosten. Ein weiteres Problem ist der Studie zufolge die Unübersichtlichkeit des Weiterbildungsmarktes.

Vera Demary / Lydia Malin / Susanne Seyda / Dirk Werner
Berufliche Weiterbildung in Deutschland – Ein Vergleich von betrieblicher und individueller Perspektive
IW-Analysen Nr. 87, Köln 2013, 102 Seiten, 19,90 Euro
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IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

Geringqualifizierte – mehr einfache Jobs erforderlich
IW-Kurzbericht, 27. Januar 2017

Holger Schäfer Geringqualifizierte – mehr einfache Jobs erforderlichArrow

Die Arbeitsmarktchancen für Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung haben sich in den letzten zehn Jahren zwar verbessert. Der Erfolg beruhte aber vor allem darauf, dass es weniger Geringqualifizierte gibt. Er kam nicht dadurch zustande, dass im Segment einfacher Tätigkeiten vermehrt Arbeitsplätze geschaffen wurden. Für die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge sind solche Arbeitsplätze aber essentiell. mehr

Fortbildungsabsolventen
IW-Analyse, 22. Dezember 2016

Regina Flake / Dirk Werner / Michael Zibrowius Fortbildungsabsolventen – Arbeitsmarktergebnisse und KarriereperspektivenArrow

Die Fachkräfteversorgung ist ein zentrales Thema für Unternehmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und ihrer Innovationskraft. Dies umfasst nicht nur den Bedarf an Akademikern. Vielmehr sind Engpässe im Bereich der beruflich qualifizierten Fachkräfte sowie der Spezialisten, die einen beruflichen Fortbildungsabschluss besitzen, inzwischen das größere Problem. mehr