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Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt vorgelegte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). So habe sich die Verkehrsleistung zwischen den Jahren 2000 und 2010 um rund 20 Prozent erhöht. Im gleichen Zeitraum seien aber die Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur real gefallen. Der Studie zufolge ist ein klares verkehrspolitisches Ziel erforderlich, das ökonomische, ökologische und soziale Belange berücksichtigt. Dieses sollte wie in den Nachbarländern Schweiz und Dänemark alle Verkehrsträger einschließen und auf einem breiten demokratischen Konsens beruhen. Wichtig sei auch die Abkehr von dem Prinzip der jährlichen Finanzierungszusagen. Nur dann könnten mehrjährige Bauprojekte auch effizient vorangetrieben werden.

Die Untersuchung kritisiert vor allem den schlechten Zustand von Autobahnen und Bundesstraßen. Fast 10.000 Kilometer dieser Bundesfernstraßen seien dringend sanierungsbedürftig. Der Bund gebe dafür nur 4,8 Milliarden Euro pro Jahr aus. Nach Berechnungen des IW sind aber rund 8,5 Milliarden Euro jährlich notwendig. Rechne man die seit dem Jahr 2000 aufgelaufenen Investitionsrückstände hinzu, ergebe sich sogar ein Finanzbedarf von 13 Milliarden Euro.

Thomas Puls
Stur in den Stau? Ein Plädoyer für neue Wege in der deutschen Verkehrspolitik
IW-Positionen Nr. 59, Köln 2013, 60 Seiten, 11,80 Euro
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Ansprechpartner

19. Oktober 2016

Infrastruktur Personalmangel in den BauämternArrow

Kaputte Straßen, marode Brücken, vergammelte Gebäude – dass die deutschen Kommunen einen riesigen Nachholbedarf an Infrastrukturinvestitionen haben, ist offensichtlich. Dahinter stecken nicht nur finanzielle Probleme, sondern vielmehr auch personelle: Den Bauämtern gehen die Ingenieure aus. mehr auf iwd.de

Stillstand beim öffentlichen Kapitalstock
IW-Kurzbericht, 18. Oktober 2016

Michael Grömling / Thomas Puls Stillstand beim öffentlichen KapitalstockArrow

Die nominalen Investitionen des Staates in den letzten zehn Jahren haben nicht zu einer realen Verbesserung des staatlichen Kapitalstocks geführt. Vielmehr spiegelt der beachtliche nominale Anstieg beim Nettoanlagevermögen lediglich Preiseffekte wider. Diese können mit Kostenanstiegen, Kapazitätsproblemen und mit mangelhaften Verwaltungsstrukturen erklärt werden. mehr

17. Oktober 2016

Neue Seidenstraße Pekings kolossales KonjunkturprogrammArrow

Auf rund 850 Milliarden Dollar beläuft sich das Investitionsvolumen der „Neuen Seidenstraße“, die unter anderem für eine bessere Anbindung der wirtschaftlich abgehängten Provinzen Chinas sorgen soll. Der massive Ausbau des internationalen Schienen- und Seewegenetzes dient aber auch noch einem weiteren Ziel: Peking möchte mit den geplanten Routen Richtung Westen den grenzüberschreitenden Handel in seine Nachbarländer stärken. mehr auf iwd.de