Der Immobilienwirtschaft droht Schaden Image
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So sollen ab 2016 nicht nur Banken, sondern auch europäische Versicherungsunternehmen strenger reguliert werden. Eine Folge des neuen Richtlinienwerks mit dem Namen Solvency II ist, dass Versicherer künftig für bestimmte Kapitalanlagen mehr Eigenkapital vorhalten müssen. Auch Immobilien werden dabei als riskante Anlagen bewertet; für sie sind künftig pauschal 25 Prozent Eigenkapital zu hinterlegen.

Bislang sind die realwirtschaftlichen Folgen dieser neuen Regulierung weitgehend unbeachtet geblieben. Nach Experten-Befragungen, die das IW durchgeführt hat, erwägen aber bereits einige Versicherungsunternehmen, langfristig aus dem Immobiliengeschäft auszusteigen, weil diese Anlageform deutlich an Attraktivität verliert. Dabei sind Versicherer mit ihren direkten und indirekten Investitionen wichtige Geldgeber für die Immobilienwirtschaft. Allein deutsche Erstversicherer halten Immobilien und Grundstücke im Wert von rund 27 Milliarden Euro in ihrem Portfolio – die meisten davon in Deutschland.

Die IW-Wissenschaftler sprechen sich deshalb dafür aus, die Solvency- II-Regelung wegen der negativen realwirtschaftlichen Folgen zu überarbeiten. Andernfalls könnten dem deutschen Immobilienmarkt wichtige stabilitätsorientierte Investoren verloren gehen.

Heide Haas / Kirill Pomogajko / Michael Voigtländer
Die Folgen von Solvency II für die Immobilienwirtschaft
IW-Trends 4/2013

Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scheren
Gastbeitrag, 3. Februar 2017

Markus Demary in der Zeitschrift Profil Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel forderten laut Medienberichten eine stärkere Regulierung der Banken. Sie folgten dabei einem Vorschlag des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dieses Vorhaben ist aber aus mehreren Gründen problematisch. Ein Gastbeitrag in der Zeitschrift Profil von IW-Finanzmarktökonom Markus Demary. mehr

ECB Might Overshoot the Inflation Target
IW-Kurzbericht, 1. Februar 2017

Markus Demary / Michael Hüther ECB Might Overshoot the Inflation TargetArrow

The European Central Bank (ECB) has prolonged its large-scale asset purchase programs for public and private bonds in December 2016 until the end of 2017. Otherwise the programs would have expired in March 2017. Due to its strong focus on the inflation target of below, but close to 2 percent, the extension of the asset purchasing programs was expected in case of weak inflation dynamics. Inflation, however, recovered at the end of last year due to normalizing oil prices. mehr