Wie es um die Eurozone steht Image
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Der Wert des Krisenmonitors liegt für jede Euro-Nation vom ersten Quartal 2000 bis zum zweiten Quartal 2014 vor. Grundlage des Kennwerts sind die jeweilige Arbeitslosenquote, das BIP sowie die Staatsverschuldung pro Kopf und das Zinsniveau auf Staatsanleihen in Prozent. Denn die IW-Wissenschaftler konnten zeigen, dass bislang nur diese vier Variablen die Wahrscheinlichkeit signifikant beeinflusst haben, dass ein Land Hilfen des EU-Rettungsschirms in Anspruch nehmen musste.

Laut Krisenmonitor hat sich die Situation in Griechenland, Irland und Portugal seit dem Höhepunkt der Krise verbessert – der Indexwert ist gesunken. In Spanien steigt er zwar schon seit längerem nicht weiter an, geht aber auch nicht merklich zurück. In Zypern verschlechtert sich die Situation laut Monitor von Quartal zu Quartal.

Für die drei größten Volkswirtschaften der Eurozone zeigt der IW-Krisenmonitor unterschiedliches Gefährdungspotenzial. Italien befindet sich mit Blick auf die relevanten Kennzahlen bereits seit 2012 in Schwierigkeiten. Für die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich wird indes deutlich, wie stark sich die beiden Länder – einst auf gleichem Niveau startend – auseinander entwickelt haben: Frankreich nähert sich der Gefährdungszone des Krisenmonitors zügig an.

Mit diesen Erkenntnissen im Hinterkopf empfehlen die IW-Experten, dass sowohl die Krisenländer als auch Italien und Frankreich die dringend nötigen Reformen weiter umsetzen, um einer Destabilisierung des gesamten Währungsraums entgegenzuwirken.

Krisenmonitor

Je höher der Wert, desto größer das Krisenpotenzial. In den grau eingezeichneten Grenzen mussten die Krisenstaaten Hilfen in Anspruch nehmen.

Die wirtschaftliche Stärke einer Volkswirtschaft wird anhand von vier Indikatoren geprüft: Bruttoinlandsprodukt und Staatsschulden pro Einwohner, Arbeitslosenquote sowie Zinsen auf Staatsanleihen. Diese vier Variablen werden dann entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet und in einem Wert zusammengefasst.

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IW policy paper

Henry Goecke: IW-Krisenmonitor

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IW-Nachricht, 13. September 2016

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