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Je mehr Unternehmen international aufgestellt sind, desto höher sind die Steuereinnahmen. Quelle: Tomas Sereda Fotolia

Mit Luxemburgs Hilfe sparten Konzerne über Jahre Steuern. Seit das dank „Luxleaks“ publik wurde, stehen multinationale Unternehmen unter Generalverdacht. Das IW Köln ist jetzt der Frage nachgegangen, welcher Zusammenhang zwischen der Multinationalität von Firmen und dem Steueraufkommen wirklich besteht – deutsche Firmen haben rund 35.000 Tochtergesellschaften im Ausland, umgekehrt werden etwa 15.000 hiesige Firmen von ausländischen Kapitalgebern finanziert.

Beides, zeigt die IW-Studie, spielt dem Fiskus in die Hände. „Je mehr Unternehmen international aufgestellt sind, desto höher sind die Steuereinnahmen“, sagt IW-Finanzexperte Tobias Hentze. Deshalb stehen in Deutschland beim Steueraufkommen jene Bundesländer an der Spitze, in denen sich besonders viele multinationale Firmen angesiedelt haben, die in der Regel erfolgreicher sind: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und der Stadtstaat Hamburg. Darüber hinaus weist die Studie nach: Ein Mehr von 1 Prozent beim Außenhandelsvolumen geht mit 0,2 bis 0,4 mehr Gewerbesteuereinnahmen einher; legen die internationalen Direktinvestitionen um 1 Prozent zu, fallen die Gewerbesteuereinnahmen um bis zu 0,1 Prozent höher aus.

Die Studienergebnisse sind laut IW Köln indes kein Beleg dafür, dass es zu keinerlei Gewinnverlagerung multinationaler Unternehmen kommt. Allerdings geben sie einen klaren Hinweis darauf, dass es nicht im Interesse Deutschlands sein kann, international aktive Firmen zu stark zu reglementieren und ihnen dadurch Wettbewerbsnachteile zu schaffen. Vielmehr sollte sich die Politik über Unternehmen freuen, die auf internationalen Märkten Erfolge erzielen, da diese ein Garant für das deutsche Steueraufkommen sind.

IW-Trends

Tobias Hentze: Der Beitrag multinationaler Unternehmen zum deutschen Steueraufkommen

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Gastbeitrag, 8. Februar 2017

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Es erscheint als ein Luxusproblem für die Politik: Wohin mit den Überschüssen in den öffentlichen Haushalten? Schulden tilgen, Investitionen erhöhen? Bei genauem Hinsehen ist eine Option den anderen überlegen: Die Zeit ist reif für eine Steuerentlastung, die diesen Namen verdient. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Tobias Hentze im Online-Magazin für Wirtschaftspolitik makronom.de. mehr

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Deutschland gilt als Mieternation. Lediglich 45 Prozent der Haushalte in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Dies liegt zum großen Teil an der hohen Grunderwerbssteuer. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat untersucht, was nötig wäre, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen. mehr

IW-Kurzbericht, 31. Januar 2017

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Aus ökonomischer Sicht haben es Bund und Länder verpasst, im Rahmen der Neuregelung der Bund-Länder-Finanzen die Fehlanreize bei der Grunderwerbsteuer zu beheben. Denn in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Landesregierungen den Steuersatz erhöht, da sie die Mehreinnahmen nicht mit den anderen Ländern teilen müssen – anders als bei anderen Steuerarten. mehr