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Und acht von zehn Unternehmen bemängeln die Fähigkeiten der Ausbildungsplatzbewerber in der Dreisatz- und Prozentrechnung, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Rahmen einer Befragung von 911 ausbildenden Unternehmen festgestellt hat. Wegen der mangelnden Ausbildungsreife vieler Schulabsolventen plädiert das IW Köln für einen Katalog an Mindeststandards für die Sekundarstufe I, der konkret und verbindlich festlegt, über welche unverzichtbaren Kompetenzen Jugendliche nach ihrem Schulabschluss verfügen sollten – und zwar unabhängig davon, welche Schulform sie besucht haben. So erwarten Unternehmen, dass Schulabsolventen zumindest einfache Briefe und Zeitungstexte verstehen, dass sie sich mündlich verständlich ausdrücken können und die Grundrechenarten beherrschen. Außerdem sollten Schulabgänger über gute Umgangsformen verfügen, teamfähig sein und Leistungs- und Lernbereitschaft mitbringen.

Helmut E. Klein / Sigrid Schöpper-Grabe
Was ist Grundbildung? Bildungstheoretische und empirische Begründung von Mindestanforderungen an die Ausbildungsreife
IW-Analysen Nr. 76, Köln 2012, 74 Seiten, 18,90 Euro.
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Ansprechpartner

26. August 2016

Regionale Armut Arme Eltern, schlechte SchülerArrow

Finanzielle Armut und Bildungsarmut gehen oftmals Hand in Hand. So zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass in den meisten Regionen, in denen vergleichsweise viele Kinder und Jugendliche in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, auch mehr Schüler die Schule abbrechen als anderswo. mehr auf iwd.de

Armutsgefährdete Kinder
IW-Pressemitteilung, 25. August 2016

Armutsgefährdete Kinder Bildungsarmut wird vererbtArrow

In Regionen mit hoher Armutsquote brechen viele Jugendliche die Schule ab, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das liegt nicht an fehlenden finanziellen Mitteln der Familien, sondern an der mangelnden Förderung von Kindern aus bildungsfernen Familien in Kitas und Schulen. mehr

IW-Kurzbericht, 25. August 2016

Wido Geis / Christoph Schröder Armutsgefährdete Kinder und Schulabbrüche im regionalen VergleichArrow

Berechnungen des IW Köln zeigen, dass es in Regionen mit vielen armutsgefährdeten Kindern auch häufiger zu Schulabbrüchen kommt. Die Armutsgefährdung geht dabei häufig mit geringerer Bildung der Eltern einher. Damit sich durch Vererbung von Bildungsarmut die Armutsgefährdung in betroffenen Regionen nicht verfestigt, sollten flächendeckend qualitativ hochwertige Betreuungs- und Ganztagschulangebote gemacht werden. mehr