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Bayern verdiente an der Spielfreude seiner Bürger annähernd 500 Millionen Euro; Baden-Württemberg und Niedersachsen kamen auf jeweils mehr als 300 Millionen Euro.

Eine sichere Bank sind die Einnahmen aus dem Staatsmonopol jedoch nicht mehr. Weil mehr in Spielhallen als am Roulettetisch gespielt wird, gingen die Einnahmen der Länder seit 2002 um mehr als ein Viertel zurück. Insgesamt flossen seither gut 4,8 Milliarden Euro weniger an den Staat, als bei konstant bleibenden Einnahmen auf dem Niveau von 2002 zu erwarten gewesen wäre.

Spielhallen oder Automaten in Gaststätten spülten dagegen mehr Euro in die Staatskassen. Das machte den Verlust bei den anderen staatlichen Glücksspielen zwar weitgehend wett. Allerdings müssen sich die Bundesländer diese Einnahmen mit dem Bund und den Kommunen teilen, weshalb die Länder darauf drängen, das staatliche Glücksspielmonopol auszuweiten.

Hubertus Bardt
Markt kontra Monopol – Liberalisierung von Glücks- und Gewinnspiel in Deutschland
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