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Große Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern haben aber auch die Betriebe in Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich. Anders sieht es hingegen in Griechenland, Kroatien und Spanien aus, wo viele gut ausgebildete Menschen arbeitslos sind. Für sie böte sich ein Job im Norden Europas an. Solche binneneuropäischen Wanderungen würden – zumindest für einige Jahre – drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: In den Herkunftsländern sinkt die Arbeitslosigkeit, in den Zielländern wird der Fachkräfteengpass gemildert und europaweit steigt die Beschäftigung.

Auf längere Sicht allerdings müssen sich fast alle Länder in Europa darüber Gedanken machen, wie sie aus eigener Kraft die Erwerbsbeteiligung steigern können – denn der demografische Wandel wird nahezu überall dazu führen, dass Arbeitskräfte knapper werden. In den kommenden Jahren werden in Europa rund 60 Millionen Menschen im derzeit erwerbsfähigen Alter die Ruhestandsgrenzen erreichen. Lediglich in Irland und Island wird die nachrückende Generation in einem Vierteljahrhundert zahlenmäßig in der Lage sein, die arbeitsmarktaktiven Älteren zu ersetzen. In allen anderen europäischen Ländern hingegen wird es aufgrund der geringen Geburtenraten eine Lücke zwischen Arbeitsangebot und Erwerbspersonen geben.

Markus Demary, Vera Erdmann
Fachkräfteengpässe und Arbeitslosigkeit in Europa – Wanderung als kurzfristiger Ausgleichsmechanismus
IW-Trends 3/2012

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IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

„Bis 2020 haben wir Vollbeschäftigung“
Interview, 9. Februar 2017

Klaus-Heiner Röhl auf brandeins.de „Bis 2020 haben wir Vollbeschäftigung“Arrow

IW-Ökonom Klaus-Heiner Röhl prognostiziert, dass es auch im Osten Deutschlands bis zum Jahr 2020 vielerorts Vollbeschäftigung geben wird. Im Interview mit dem Onlinemagazin brandeins.de spricht er außerdem über Pendler-Hochburgen und Abwanderungsregionen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr