Exporte sind kräftig gewachsen Image
Quelle: Fotolia

Spanien beispielsweise verringerte sein Minus im Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen von 5,8 Prozent auf nur noch 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011. Griechenland und Portugal konnten ihre Handelsbilanzdefizite immerhin um mehr als die Hälfte abbauen. Zu dieser Entwicklung hat vor allem das dynamische Exportwachstum seit 2009 beigetragen. Allein im Jahr 2011 sind die Waren- und Dienstleistungsausfuhren in Portugal, Griechenland und Spanien um schätzungsweise 7 bis 9 Prozent gestiegen – und damit in etwa so stark wie in Deutschland. Zudem konnten diese Länder auf ihren Absatzmärkten Marktanteile hinzugewinnen.

Bemerkenswert ist diese positive Entwicklung umso mehr, als sich an der Preis- und Kostensituation der Euro-Krisenländer im vergangenen Jahr meist nur wenig geändert hat. Vor diesem Hintergrund ist zweifelhaft, ob diese Staaten wirklich weitere drastische Lohnsenkungen – manche Ökonomen fordern Kürzungen von bis zu 30 Prozent – vornehmen müssen, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Jürgen Matthes
Rebalancing der Leistungsbilanzdefizite in den Peripheriestaaten des Euroraums
IW-Trends 1/2012

Ansprechpartner

29. September 2016

EU-Haushalt Zahlmeister EUArrow

Die Europäische Union gibt Jahr für Jahr viel Geld aus, um beispielsweise ärmere Mitgliedsstaaten und Regionen zu unterstützen oder die Agrar-, Forschungs- und Bildungspolitik zu fördern. Gemessen an den nationalen Staatsausgaben erreichen die Zahlungen aus dem EU-Haushalt zum Teil erstaunliche Dimensionen. mehr auf iwd.de

Speicherstadt Hamburg
Interview, 29. September 2016

Michael Hüther in der Süddeutschen Zeitung "Marktwirtschaft ist geordnete Anarchie"Arrow

IW-Direktor Michael Hüther erklärt, warum sich mit der Globalisierung auch die Abstiegsängste globalisiert haben, was China aus der Kolonialzeit der Europäer lernen kann und warum es nun darauf ankommt, die Freiheit zu fördern. mehr