Als sicherer Hafen begehrt Image
Quelle: Calado Fotolia

Der Immobilienboom in Deutschland hält an. Auch für 2015 sind die Geschäftserwartungen der Branche insgesamt sehr positiv. So rechnen 58 Prozent der 130 vom IW befragten Unternehmen damit, dass sich die Preise für ihre Immobilien erhöhen werden; 54 Prozent wollen daher ihre Portfolios ausbauen. Auch die Mietpreisentwicklung stufen die Immobilienfirmen positiv ein: 52 Prozent erwarten steigende Mieten. Insbesondere die Unternehmen der Wohnungswirtschaft gehen davon aus, dass sie die Mieten weiter anheben können. So überrascht nicht, dass der Geschäftsklima-Index der Branche im vierten Quartal 2014 mit 43,5 Punkten nur leicht unter dem des Vorquartals (47,7 Punkte) lag.

Treiber für die gute Marktentwicklung ist nach Einschätzung der Immobilienfirmen die Suche vieler, auch internationaler Anleger nach sicheren Investments. Ihr Geld fließt verstärkt in Immobilien, weil Alternativen mit attraktiven Renditen fehlen. Ein weiterer Grund für die steigende Nachfrage nach deutschen Immobilien sind die weltweiten Krisenherde – von der Ukraine bis hin zum Nahen Osten. Immerhin 47 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass sich daraus positive Nachfrageeffekte für deutsche Wohnimmobilien ergeben werden; 35 Prozent rechnen mit weiter steigender Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Fazit der IW-Immobilienökonomen: „Der deutsche Immobilienmarkt wird immer noch als sicherer Hafen eingestuft, in den Investoren in unsicheren Zeiten flüchten.“

Für den IW Immobilien-Index, der vierteljährlich erscheint, werden kontinuierlich die Vorstände der großen deutschen Immobilienfirmen dazu befragt, wie sie die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens beurteilen und welche Entwicklung sie erwarten.

Immobilien-Monitor 4/2014

  • IW Immobilien-Index: Sicherer Hafen Deutschland
  • IW Immobilien-Index: Mit Zuversicht ins Jahr 2015
  • Öffentliche Wohnungen: Der öffentliche Wohnungsschatz

IconDownload | PDF

Erwerbsnebenkosten
IW-Pressemitteilung, 17. Januar 2017

Erwerbsnebenkosten Makler erschweren HauskaufArrow

Es könnten goldene Zeiten für Hauskäufer sein: Dank niedriger Zinsen ist Kaufen heute fast überall günstiger als Mieten. Doch die Nebenkosten beim Hauskauf steigen seit Jahren. Unter anderem Maklergebühren verhindern viele Geschäfte, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Alexandra Toschka / Michael Voigtländer Das Bestellerprinzip für ImmobilienkäufeArrow

Die Erwerbsnebenkosten in Deutschland sind hoch und stellen eine wesentliche Hürde für die Wohneigentumsbildung dar. Zu den Erwerbsnebenkosten zählen, neben der Grunderwerbsteuer und den Notarkosten, auch die Maklergebühren, die Käufer in einigen Bundesländern mit bis zu 7,14 Prozent der Kaufsumme belasten. Durch den Übergang zum Bestellerprinzip – wie es bereits bei Mietwohnungen etabliert wurde – könnten Käufer entlastet werden. Außerdem könnte dadurch der Wettbewerb gestärkt und die Professionalisierung der Makler vorangetrieben werden. mehr

IW-Trends, 11. Januar 2017

Daniel Bendel / Michael Voigtländer Eine Risikoprüfung für die deutsche WohnimmobilienfinanzierungArrow

Wie die Erfahrungen der Finanzkrise gezeigt haben, können Kreditausfälle die Finanzstabilität erheblich gefährden. Angesichts der steigenden Preise und niedrigen Zinsen wird besonders die Entwicklung der Kreditvolumina kritisch betrachtet. Jedoch wird auf Basis eines empirischen Modells deutlich, dass sich die Kreditvolumina deutlich schwächer entwickeln, als dies angesichts der Rahmenbedingungen zu erwarten gewesen wäre. mehr