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Wer gewinnt nach dem Brexit? Für Frankfurt spricht unter anderem die gute Infrastruktur und der vergleichsweise entspannte Immobilienmarkt. Foto: Manuel Gutjahr/iStock

Es geht um zehntausende neue Arbeitsplätze und die Verlagerung ganzer Unternehmen: Weil nach dem Brexit große Teile der Finanzbranche London wohl verlassen werden, werben einige europäische Metropolen um die Gunst der internationalen Finanzdienstleister.

Paris punktet als Sitz der OECD, Luxemburg mit niedrigen Steuern und Dublin mit der englischen Sprache. Doch Frankfurt überstrahlt sie alle, sagen die IW-Ökonomen. Für die Main-Metropole spricht nicht nur, dass sie das finanzielle Herz der größten Volkswirtschaft Europas und Sitz der Europäischen Zentralbank ist. Vor allem in Sachen Lebensqualität setzen sich die Hessen laut Studie gegen ihre europäischen Konkurrenten durch: Frankfurt ist leicht zu erreichen, Flughafen, medizinische Versorgung und Sicherheit sind auf höchstem internationalen Niveau.

Zudem zeichnet sich Frankfurt durch seinen Immobilienmarkt aus: Rund 12 Prozent der Büroflächen sind noch frei. Dublin liegt mit 8,4 Prozent schon weit dahinter, Paris mit 6,8 Prozent und Luxemburg mit 4,4 Prozent sind deutlich abgeschlagen. Das wirkt sich auch auf die Preise aus. „In Paris sind die Büromieten für hochwertige Immobilien fast 50 Prozent höher als in Frankfurt“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

Nach neuesten Umfragen liegt Frankfurt auf Platz sieben der lebenswertesten Metropolen, weit vor Luxemburg (19), Dublin (33) und Paris (37). Mit seiner bereits starken Position als Finanzstandort für den europäischen Binnenmarkt könnte Frankfurt zukünftig weitere Banken und Investoren anziehen. „Im Ganzen ist es sehr wahrscheinlich, dass Frankfurt am meisten vom Brexit profitiert“, urteilt Voigtländer.

IW-Kurzbericht

Markus Demary / Michael Voigtländer: Will Brexit dwarf London's competitiveness as a financial centre?

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Michael Voigtländer zu den Brexit-Folgen für Frankfurt

Ansprechpartner

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr

Why the ECB is not to blame for low interest rates
Gastbeitrag, 15. September 2016

Markus Demary auf EUROPP Why the ECB is not to blame for low interest ratesArrow

In the latest set of EU stress tests, several German lenders performed poorly. As Markus Demary writes in EUROPP (Blog of LSE about European Politics and Policy), some of this performance has been blamed on low interest rates squeezing the profitability of lenders. He argues that while the ECB has frequently been blamed for this situation, the reality is more complex and instead reflects long-term trends which can only be addressed by lasting structural reforms. mehr