Betriebsratswahlen 2014 Image
Quelle: Robert Kneschke - Fotolia

In lediglich 9 Prozent der Firmen sind Frauen im Betriebsrat tatsächlich unterrepräsentiert. Der zentrale Grund dafür: Es gibt oft zu wenig weibliche Beschäftige, die für ein Betriebsratsmandat kandidieren. Die IW-Betriebsratswahlbefragung zeigt zugleich, dass sich Betriebsräte als Ansprechpartner für die Belange der Belegschaft etabliert haben – die Wahlbeteiligung liegt bei 76,7 Prozent.

Bei ihrer Entscheidung setzen die Wahlberechtigten auf Kontinuität: Durchschnittlich wählten sie zwei Drittel der Betriebsräte wieder. Das hat auch einen erheblichen Einfluss auf die Zusammensetzung der Betriebsräte nach Altersgruppen. Denn die hohe und steigende Wiederwahlquote führt zu einem immer größeren Anteil der 46- bis 59-jährigen Mandatsträger. Mehr als die Hälfte der Betriebsratsmitglieder gehört mittlerweile zu dieser Altersgruppe. Die oder der Betriebsratsvorsitzende ist sogar in sieben von zehn Fällen zwischen 46 und 59 Jahre alt und seit durchschnittlich 23 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Offenbar setzen die Belegschaften auf Lebens- und Berufserfahrung. Der sehr große Anteil älterer Betriebsratsmitglieder und -vorsitzender signalisiert in den Augen der IW-Experten aber auch, dass für manchen eine Karriere als betrieblicher Interessenvertreter ansprechender ist als im angestammten Beruf.

Für die IW-Betriebsratswahlbefragung 2014 wurden 1.600 Unternehmen mit rund 845.000 wahlberechtigten Beschäftigten befragt.

IW-Trends

Oliver Stettes: Betriebsratswahlen 2014 – Ein Rückblick auf Basis der IW-Betriebsratswahlbefragung

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Ansprechpartner

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr

IW-Kurzbericht, 1. Dezember 2016

Oliver Stettes Gute Arbeit: Höhere Arbeitszufriedenheit durch mobiles ArbeitenArrow

Digitale Technologien ermöglichen die Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit und vergrößern damit den Spielraum für ein selbstbestimmtes Arbeiten. Die IW-Beschäftigtenbefragung 2015 bestätigt, dass mobiles Arbeiten in der Tat mit mehr Zeitsouveränität im Job einhergeht. Die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten, die mobil arbeiten, ist auch aus diesem Grund signifikant höher als die ihrer Kollegen, die nie mobil arbeiten. mehr

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Crowdworking Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr