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Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist arbeitsmarktbezogen, praxisnah und flexibel. Foto: auremar/Fotolia

Mehr als 5 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind derzeit in Europa arbeitslos gemeldet. Die Politik ist alarmiert, das Thema Berufsausbildung ist deutlich stärker im Fokus als früher. Insbesondere das Interesse am dualen Ausbildungsmodell ist groß, da Jugendlichen in Deutschland und in der Schweiz der Übergang in den Arbeitsmarkt vergleichsweise sehr gut gelingt. Erfolgreich ist das duale System durch das große Engagement von Unternehmen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften und dadurch, dass die Ausbildung arbeitsmarktbezogen, praxisnah und flexibel ist.

Die IW-Analyse zeigt: Im Berufsausbildungssystem jedes der sieben untersuchten Länder – Italien, Polen, Portugal, Schweden, Vereinigtes Königreich sowie Schweiz und Deutschland – gibt es erfolgreiche Ansätze, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. In Polen und Portugal etwa erhalten jene, die eine Berufsausbildung abschließen, eine Hochschulzugangsberechtigung. Schweden und das Vereinigte Königreich haben viele differenzierte Angebote für Leistungsstärkere und -schwächere in der Ausbildung. Das italienische System ist regional recht flexibel, da nationale Mindeststandards nur allgemein formuliert sind. Doch damit die Erfolgsfaktoren eines Landes in anderen Staaten wirken können, müssen sie passgenau in die Strukturen, Institutionen und Gegebenheiten vor Ort integriert werden, mahnen die IW-Forscher.

Doch es bleiben einige europaweite Baustellen: Die Politik muss eine neutrale, hochwertige Berufsberatung sowie die nationale und internationale Mobilität der Azubis weiter stärken. Zudem sollten Politik und Unternehmen für die Berufsausbildung werben und jungen Menschen klar machen, dass beruflich Qualifizierte gute Karriereperspektiven haben.

Das IW Köln hat die Studie in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Vodafone Stiftung Deutschland erstellt.

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