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Nicht jede Bank hat das gleiche Geschäftsmodell, auch das Bankenregulierungssystem sollte differenzieren. Skyline von Frankfurt am Main. Quelle: Carsten Frenzl/Flickr

Vor sieben Jahren ging Lehman Brothers pleite und löste eine Finanz- und Wirtschaftskrise aus, die in Europa bis heute nachwirkt. Als Reaktion auf die Krise hat die EU-Kommission die Banken mittlerweile deutlich strenger reguliert. Bis Anfang Oktober soll dieses Regelwerk durch eine öffentliche Konsultation überprüft werden. An ihr beteiligt sich auch das IW Köln mit konkreten Bewertungen und Forderungen.

Die IW-Finanzexperten betonen in ihrer Studie, dass unterschiedliche Geschäftsmodelle von Banken auch unterschiedliche Risiken mit sich bringen: Jene Institute, die sich auf die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie auf die langfristige Kreditfinanzierung spezialisiert haben, sind weniger gefährdet als Banken, die hochriskant investieren. Diese unterschiedlichen Risiken sollten sich laut IW in den Anforderungen an das Eigenkapital widerspiegeln.

In diesem Zusammenhang gilt es zu bedenken, dass nur Banken, die mit hohem Risiko agieren, in absehbarer Zeit das geforderte Eigenkapital erwirtschaften können. „Geldhäusern, die sicherheitsorientiert agieren, bleibt häufig nichts anderes übrig, als weniger Kredite zu vergeben. Sie erfüllen also die geforderte Eigenkapitalquote, indem sie ihre Bilanz verkürzen. Das lähmt natürlich den Kreditmarkt“, sagt IW-Finanzexpertin Heide Haas.

Die zweite zentrale Forderung des IW Köln richtet sich gegen die Praxis, dass Staatsanleihen in den Bankbilanzen als risikolos gelten. Bislang ist für die Anleihen der EU-Länder deshalb kein Eigenkapital nötig. „Das muss sich ändern. Die Staatsschuldenkrise hat schließlich eindrücklich gezeigt, dass diese Finanzinstrumente weit davon entfernt sind, risikolos zu sein“, sagt IW-Finanzmarktökonom Markus Demary.

IW policy paper

Markus Demary / Heide Haas: The Impact of Bank Capital Regulation on Financing the Economy – Comments on the Public Consultation of the European Commission on the Possible Impact of the CRR and CRD IV

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Response to the Commission's DG FISMA Consultation Paper

Markus Demary / Heide Haas: Comments on the Public Consultation:
The Possible Impact of the CRR and CRD IV on Bank Financing of the Economy

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Ansprechpartner

Referendum in Italien
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Am Sonntag stimmen die Italiener darüber ab, ob sie der vernünftigen und überfälligen Verfassungsreform ihrer Regierung zustimmen oder nicht. Das Referendum gilt auch als Vorentscheid über den Verbleib Italiens in der Europäischen Währungsunion. Doch selbst bei einem „Nein“ zu den Reformen ist ein Euro-Austritt längst nicht ausgemacht. mehr

16. November 2016

Außenhandel Überschüsse in der Leistungsbilanz sind kein SanktionsgrundArrow

Die deutsche Wirtschaft schreibt im Außenhandel schwarze Zahlen. Anders als oft behauptet geht der Leistungsbilanzüberschuss jedoch nicht zulasten der Krisenländer im Euroraum. Vielmehr hat der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer zu einer besonders großen Nachfrage nach Produkten der deutschen Investitionsgüterbranche geführt. mehr auf iwd.de

Europäische Bankenunion
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Die europäische Bankenunion soll den Euro krisenfest machen, denn die Währungsunion ist anfällig für einen Teufelskreis aus Banken- und Staatsschuldenkrise. In dieser Woche wurden deren Vertreterinnen vor der Eurogruppe in Brüssel angehört und es zeigt sich, dass noch viel zu tun ist. Dabei sollte die Reduzierung der Staatsschulden und der notleidenden Kredite in den Bankbilanzen höchste Priorität haben. mehr