Ein spürbarer Anstieg ist zu erwarten Image
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Für einen Vollzeitbeschäftigten im westdeutschen Produzierenden Gewerbe haben sich die Arbeitskosten im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf 62.290 Euro erhöht. In Ostdeutschland sind sie nur um 0,9 Prozent gestiegen und liegen mit 40.890 Euro pro Vollzeitbeschäftigten rund 30 Prozent unter dem westdeutschen Niveau. Auch bei den Dienstleistungsbranchen, die über den Vorleistungsverbund besonders eng mit der Industrie verknüpft sind, zeigen sich deutliche Abweichungen. So müssen Finanzdienstleister wie Banken oder Versicherungen für einen Beschäftigten im Schnitt fast 80.000 Euro im Jahr auf den Tisch legen. Beim Handel und im Verkehrsbereich sind es dagegen nur rund 45.600 Euro bzw. knapp 44.000 Euro

Die Arbeitskosten setzen sich aus Lohn und Gehalt sowie den Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung und zur betrieblichen Altersvorsorge zusammen und sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Das gilt besonders für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland, das intensiv im globalen Wettbewerb steht. Schon seit geraumer Zeit befindet sich die Bundesrepublik zusammen mit den skandinavischen Ländern, Belgien, der Schweiz und Frankreich in der Spitzengruppe jener Länder, die besonders hohe Arbeitskosten ausweisen.

Für das Jahr 2014 ist keine Besserung in Sicht. Zwar bleiben die Beiträge zur Sozialversicherung unverändert. Doch deuten die bisherigen Tarifabschlüsse auf Lohnerhöhungen hin, die bei durchschnittlich 3 Prozent liegen. Die Arbeitskosten in Deutschland werden also weiter steigen.

IW-Trends

Christoph Schröder: Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft

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28. September 2016

Industriestruktur Starke M+E-IndustrieArrow

Die Metall- und Elektro-Industrie ist das Herz des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Über 3,9 Millionen Mitarbeiter erwirtschafteten dort – einschließlich Stahlerzeugung – 2015 einen Umsatz von etwa 1,1 Billionen Euro. Damit stellt die M+E-Industrie 65 Prozent aller Industriebeschäftigten und vereint 63 Prozent der Industrieumsätze auf sich. mehr auf iwd.de

21. September 2016

Personalkosten Arbeit in Deutschland ist teuerArrow

Westdeutsche Industriebetriebe mussten auch im Jahr 2015 mit sehr hohen Arbeitskosten zurechtkommen. Nur in wenigen kleineren Ländern war Personal teurer. Zu diesem Ergebnis kommt der 44 Länder umfassende Arbeitskostenvergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr auf iwd.de

Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends, 20. September 2016

Christoph Schröder Industrielle Arbeitskosten im internationalen VergleichArrow

Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2015 auf 40,90 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Westdeutschland an sechster Stelle des 44 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und hat gegenüber dem Durchschnitt der fortgeschrittenen Industrieländer um fast ein Viertel höhere Arbeitskosten zu tragen. mehr