Öffentliche Wohnungen Image
Quelle: Fotolia

So würden Mittel frei, die in die Stadterneuerung und anderweitige Infrastrukturmaßnahmen investiert werden könnten. Für die Mieter hat der Verkauf von öffentlichem Wohnraum ebenfalls Vorteile: Jede zweite veräußerungswillige Gemeinde möchte ihre Wohnungsgesellschaften loswerden, damit der neue Eigentümer die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen einleitet. Darauf weist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie hin.

Gegen den Verkauf öffentlicher Wohnungen regt sich zunehmend Widerstand – obgleich die Argumente der Verkaufsgegner leicht zu entkräften sind: Die Kommunen leisten mit verbilligtem Wohnraum nicht unbedingt einen wichtigen Beitrag zur Sozialpolitik. Denn vier von zehn Gemeinden bieten ihre Wohnungen überhaupt nicht günstiger an als die private Konkurrenz. Darüber hinaus werden die tatsächlich Bedürftigen nicht eben treffsicher unterstützt. Die Fehlbelegungsquote im sozialen Wohnungsbau wird von Experten auf über 40 Prozent geschätzt.

IconWeitere Informationen

Michael Voigtländer
Der öffentliche Wohnungsmarkt in Deutschland – Eine Untersuchung aus ordnungspolitischer Sicht
IW-Positionen Nr. 27, Köln 2007, 52 Seiten, 11,80 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de