Gesetzliche Krankenversicherung Image
Quelle: Fotolia

Und die Ausgaben der Krankenkassen für die älteren Versicherten sind zwischen 1991 und 2006 um 62 Prozent gestiegen – gegenüber knapp 43 Prozent für die übrigen Versicherten. Ein weiterer Schwachpunkt der Reform ist, dass sie wenig Raum für ein kostenbewusstes Verhalten bietet. Zudem wird der durch die neuen Wahltarife geschaffene Wettbewerb zwischen den Kassen schon 2009 mit dem Gesundheitsfonds und dem damit verbundenen Einheitsbeitragssatz wieder ausgehebelt.

Um zu einem wirtschaftlicheren Umgang mit den knappen finanziellen Mitteln anzuspornen, sollten die einkommensabhängigen Krankenkassenbeiträge auf kostenabhängige Versicherungsprämien umgestellt werden. Der Solidargedanke bleibt in diesem Modell gleichwohl gewahrt, denn Gesunde und Kranke zahlen die gleiche Prämie, sozial Schwache werden aus Steuermitteln unterstützt und alle Versicherten haben denselben Anspruch auf medizinische Leistungen.

Jochen Pimpertz
Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung – Gestaltungsoptionen unter sozialpolitischen Vorgaben
IW-Positionen Nr. 28, Köln 2007, 60 Seiten, 11,80 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de